Reisefotografie

Michael Falldorf

Historie Tauch-, Wander- und Fotoreisen

02.2019 Finnland - Erneute Reise nach Kiilopää in Finnisch-Lappland, gebucht bei Tujareisen

Im Februar besuchten wir erneut Kiilopää bei Ivalo, weit hinter den 66 Breitengrad (siehe auch Reise 01.2018). Von hier aus sind es nur noch ca. 500 km bis zum Nordkap am Nordpolarmeer. Schneeschuhwandern, ein große Husky-Schlittentour, eine längere nächtliche Fahrt bei Vollmond und minus 20 Grad Celsius im Rentierschlitten sowie die Nordlichterfotografie standen im Mittelpunkt dieser Reise. Während des Aufenthalts zeigte sich das Wetter gemischt und die Temperaturen erreichten -32 Grad C° bis plus 2 Grad C°. Mitte Februar geht die Sonne bereits merkbar früher auf, sodass für die Tagesaktivitäten mehr Licht und Zeit zur Verfügung steht. Frau Jauss von Tujareisen war ebenfalls vor Ort, sodass wir noch einige interessante Informationen zu Kiilopää, der indigenen samischen Bevölkerung und Ivalo bekamen. 

Am Mittwoch und Donnerstag dieser Reisewoche klarte der Himmel auf und es bieb zwei Tage wolkenfrei. Mittwochnacht war es dann ab ca. 23:00h möglich Polarlichter zu fotografieren. In dieser Nacht stand der Vollmond bereits sehr hoch und strahlend am Himmel und tauchte dabei die gesamte Schneeelandschaft in eine fast taghelle Umgebung. Der Himmel blieb teilweise in einem hellen blau am unteren Firmament. Bei einer trockenen Kälte von -32 Grad Celsius erschienen Polarlichter mit einem recht schwachen KP-Index von 3.3 (der KP-Index ist ein Globalindikator der geomagnetischen Aktivität, dessen Intensität durch Werte von 0 bis 9 bestimmt wird). Am Donnerstag erschienen Polarlichter bereits sehr früh am Abend. Der Mond ging gerade auf und stieg in den Himmel. Durch die, im Vergleich zur Nacht davor, viel dunklere Umgebung waren die Lichter von einer größeren Leuchtkraft und schimmerten in einem schönen grün/gelb über den Himmel.


10.2018 - Philippinen - Insel Negros

Tauchreise mit Sabine und Sydney Smith († 25.02.2019) auf die Westseite der Insel Negros, der größten der zu den Philippinen gehörenden Visayas-Inseln und die drittgrößte Insel des gesamten Archipels. Das von uns besuchte Sipalay Easy Diving Resort liegt an einem schönen weißen Sandstrand, der morgens gereinigt wird. Die Tauchbasis und das Restaurant liegen am Fuße eines recht steil abfallenden Hanges. Über den Hang sind die verschiedenen Bungalows verteilt, die man über eine Vielzahl von Treppenstufen erreicht. Für Menschen mit Knie- oder Fußproblemen ist das Resort daher nicht geeignet. Die direkt vor dem Resort liegenden Tauchplätze entlang des westlichen Riffs sind in kurzer Zeit mit dem Boot erreichbar. Wegen der sich täglich ändernden Gezeiten ist es jedoch oft erforderlich zu Fuß, im Flachwasser, über das Saumriff bis zu den Tauchbooten zu waten. Weiter entfernt liegende Tauchplätze werden als Tagestour angeboten und mit einem traditionellen und entsprechend großen Tauchschiff angefahren.

Vor unserem Aufhenthalt im Resort tobte einen Monat vorher ein heftiger Sturm im Norden der Phillipinen. Das hatte auch Auswirkungen auf die Sichtverhältnisse unter Wasser. Leider war deshalb die Sicht oft durch viele Sedimente eingetrübt, sodass es selbst im Makrobereich kaum möglich war, gute Unterwasseraufnahmen zu gestalten. Die Nachbearbeitung der "brauchbaren" Fotos nahm entsprechend Zeit in Anspruch. Flora und Fauna unter Wasser fanden wir weitestgehend intakt, allerdings war kaum Fisch auszumachen. Großfisch gibt es ja schon seit vielen Jahren an vielen Tauchplätzen unseres einmaligen Planeten nicht mehr. Aber auch im Makrobereich war die Tierwelt eher zurückhaltend. Allgemein gab es aber nur sehr wenig Müll im und unter Wasser. Im Resort selbst erhält jeder Gast bei Ankunft eine persönliche Trinkflasche aus Aluminium (gegen Entgelt), die im Restaurant immer wieder (kostenlos) gefüllt wird. Das sorgt für eine Müllvermeidung der sonst überall zu kaufenden Plastikflaschen, die irgendwann im Meer oder im Urwald landen. Wer Negros zum Tauchen besuchen möchte, sollte einen Aufenthalt im Sipalay Easy Diving Resort für max. 4 bis 5 Tage einplanen und noch andere Tauchresorts, z.B. auf der Ostseite aufsuchen (s. Ammontilado Resort, Dolphin House). Die Anreise vom Aerport Bacolod bis zum Resort ist ein über Stunden währendes Geduldsspiel, weil die einzige Straße, die in den Süden führt, an vielen Stellen überlastet ist und überall gebaut wird. 


08. 2018 Städtetour Oslo (Norwegen)

Norwegens Hauptstadt Oslo ist eine sehr kompakte Stadt, in der alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, z. B. Metro (T-Bane), Straßenbahn, Bus und Passagierboote zu erreichen sind. Zentraler Verkehrsknotenpunkt ist der neue Hauptbahnhof. Hier halten alle Straßenbahnen und nahezu alle Busse.

Mittelpunkt in Oslo ist die Flaniermeile Karl Johans gate, die vom neuen, 1980 eröffneten Hauptbahnhof im Südosten bis zum Königlichen Schloss im Nordwesten führt. An dieser Prachtstraße liegen einige von Oslos Attraktionen, wie das altehrwürdige Grand Hotel, die Domkirche, das Parlamentsgebäude, die Universität, das Nationaltheater und das Königliche Schloss. Im Einkaufszentrum Paalet, an der Karl Johans gate, kommt man an United Bakeries nicht vorbei. Drinnen gibt es frische Backwaren und eine wohlschmeckende heiße Schokolade. Ganz in der Nähe, in der St. Olavs gate, befindet sich die Nationalgalerie mit Norwegens größter Sammlung an nationaler und internationaler Kunst.

Nicht weit entfernt liegt der städtische Hafen, an dem Boote zur Museumshalbinsel Bygdøy (Dorfinsel) ablegen und Fähren die Inseln im Oslofjord anlaufen. Am Hafen, vor dem "Radhusplass" steht das 1950 aus roten Ziegelsteinen erbaute, wuchtige Rathaus mit seinen zwei 63 und 66 m hohen, eckigen Türmen. Im Rathaus lassen in einer mächtigen Halle aus Marmor riesige Wandmalereien zum Thema "Volk" den Besucher andächtig staunen. Mit dem Rathaus im Rücken hat man am Hafen eine gute Sicht auf die Festung Akerhus zur Linken und das Einkaufzentrum Aker Brygge, dessen ehemalige Werftgebäude in die fortschrittliche Architektur integriert wurden, zur Rechten. 

Sehr modern, aus Glas und Edelstahl erbaut, zeigt sich auch das neue Viertel Tjuvholmen (Diebesinsel). Hier sind die Höhepunkte das Astrup Fearnley-Museum, direkt am Fjord und der 90 m hohe Aussichtsturm Tjuvtitten (Aussicht des Diebes). 

Über den Stadtteil Kvadraturen gelangt man, rechts am Hauptbahnhof vorbei, zur neuen Oper. Sie wurde im Jahr 2008 eingeweiht und liegt wie eine weiß glänzende Eisscholle direkt am Fjordufer. Das Dach und die Dachflanken dürfen betreten werden. In unmittelbarerer Nähe entsteht gerade das neue Stadtviertel „Fjordby“ – die Stadt am Fjord.

Außerhalb der Stadt lohnt ein Besuch der ältesten Skisprunganlage der Welt, der Holmenkollen. Der gigantische Bau hat einen 60 m hohen Schanzenturm, von dem man einen spektakulären Bick auf Oslo und dem Oslofjord bekommt. Holmenkollen ist mit der T-Bane Linie 1 schnell zu erreichen. Fährt man bis zur Endhaltestelle durch, gelangt man nach Frognerseteren. Hier steht ein 1867 erbautes Holzhaus, das Teil des ehemaligen Frognerhofes war. Heute beherbergt es ein sehenswertes Restaurant und Café. Von hier aus gelangt man über einen Wanderweg zur Skianlage.

Neben den vielen anderen Sehenswürdigkeiten ausserhalb der Stadt sollte man unbedingt einen Besuch im Frognerpark (Vigelandspark) einplanen. Der Bildhauer Gustaf Vigeland schuf hier 1924 insgesamt 214 Skulpturen aus Granit, Bronze und Eisen. Vom Haupteingang kommend, gelangt man durch eine der größten Rosenanlagen Norwegens auf eine Brücke, die bereits von einigen Hauptwerken Vigelands geschmückt ist. Auf der Brücke führt der Weg vorbei an der Skulptur „Sinnataggen“ (der Trotzkopf), ein kleiner Junge, der ärgerlich mit dem Fuß aufstampft und das beliebteste Fotomotiv sein soll. Nach der Brücke folgt ein Bronzebrunnen, der den Kreislauf des Lebens wiedergibt. Die Hauptattraktion ist der sich anschließende Monolith. Er besteht aus 121 in sich verwobenen menschlichen Figuren aller Altersgruppen und wird von 36 Menschengruppen aus Granit umgeben. Abgerundet wird die Anlage vom Lebensrad (Wheel of Live), das hinter dem Monolithen zu sehen ist. 

Mein Buchtipp: Reise Know-How "City Trip Oslo" von Martin Schmidt. Wiegt nicht viel, ist klein gehalten, beinhaltet alle wichtigen Informationen, einen guten Faltplan und einen Fahrplan der T-Bane Metro. Wer möchte, kann eine praktische Web-App öffnen. Die App zeigt die Lage der Sehenwürdigkeiten und Routenführung sowie den Verlauf eines Stadtspazierganges und vieles mehr.


06.2018 - Helgoland - Nachwuchs bei den Basstölpeln

3-tägige Fototour und Dritter Besuch der Insel Helgoland. Ende Mai schlüpfen die ersten Jungen der neuen Basstölpelgeneration. Dieses schöne Naturschauspiel konnte ich mit einigen Fotos einfangen und die Altvögel bei der Brutpflege und Versorgung der bereits geschüpften Jungen beobachten. Das Wetter war sehr gut an diesem warmen Wochenende, sodass ich bereits einige Tagfalter und Wildbienen in Nahaufnahmen fotografieren konnte. Ein Rundgang um die "Helgoländer Düne" zeigte, das die im Winter 2017 geborenen Kegelrobben nun hauptsächlich den Tag jagend und spielend im Wasser verbringen. Neugierig beobachteten die Jungtiere von der Wasserlinie aus das Treiben der Badegäste am Strand. Einige Alttiere lagen gemächlich und träge in der Sonne am Südstrand.   


05.2018 - Frankreich - Ardèche - mehr als eine Schlucht  - Geführte Trekkingtour mit David Schulte, gebucht bei Wikinger Reisen

10-tägiges Wandertrekking durch Frankreichs Dèpartement No. 07 - der Ardéche. Tagestouren von/nach (LaGua – Les Eaux Marèches), (Les Eaux Marèches – St.-Mélany), (St.-Mélany – Loubaresse),  (Loubaresse – Bez), (Bez – Laboule), (Laboule – Les Eaux Marèches), (Les Eaux Marèches – La Gua)

Nach der Ankunft am Flughafen Marseille Bustransfer nach Les Vans. Die kleine Stadt liegt im Herzen der Ardèche, wo wir eine Nacht blieben. Am nächsten Tag kurze Begehung im Zentrum von Les Vans, danach Bustransfer nach La Gua, in der Nähe von Beaumont, der Pforte zur Ardèche, wo das eigentliche Trekking startete. Ein alter Pfad im Tal des Flusses Beaume führte uns hoch über Terrassen mit Weinstöcken und durch Kastanienwälder bis hinauf zur Berghütte Les Eaux Marèches, wo wir übernachteten. 

Am nächsten Tag des Trekkings passierten wir die kleinen Dörfer Pourcharesse, Dompnac und St.-Mélany. Auf dem Weg dorthin überraschte uns ein heftiger Wolkenbruch, sodass wir trotz guter Ausrüstung einigermaßen feucht in unserer Unterkunft bei St.-Mélany ankamen.

Prataubérat, die wilde Hochebene - Über den Bergkamm von Espinasse erreichten wir die Hochebene von Prataubérat. Wir besuchten Loubaresse, das kleinste Dorf der Ardèche.

Mittelalterlicher Wachturm - Seit langer Zeit thront, erbaut auf Granitfelsen, der kleine malerische Ort Borne und sein in der Nähe stehender mittelalterlicher Turm über den Eingang des Hochtals den tief vom gleichnamigen Fluss in die Berge geschnittenen Schluchten. Weiter oben auf dem Kamm des Chambonwaldes hatten wir eine herrliche Aussicht bis zu den Cevennen. In Ort Bez fanden wir Herberge für eine Nacht.

Tanargue - Die Höhen von Taranis dominieren mit ihrer Pflanzenlandschaft die tiefen Tälder der Ardèche. Die Landschaft ist zum Großteil geprägt durch die Jahrhunderte währende Wanderschäferei. Über Gipfel und Pässe führte unser Weg durch abgelegene Dörfchen, von denen Laboule sicherlich eines der reizvollsten ist. Eine Übernachtung in einem schönen und alten Haus am Hang eines kleinen Tals.

Das Tal Valgorge - Ein ganzes Netz von Wanderpfaden verbindet im Tal Valgorge die wichtigsten Orte miteinander. Einige Pfade sind gesäumt von Wasserbecken, die von der Natur in die rauen Felsen gewaschen wurden. Hier schloss sich der Trekkingkreis, sodass wir erneut eine Nacht in dem uns bereits bekannten Les Eaux Marèches verbrachten.

Der Wachturm von Brison - Der alte Turm wacht in über 700 Metern Höhe über die in Jahrhunderten angelegte Kulturlandschaft. Über den Bergkamm von St.-Peyre stiegen wir ein letztes Mal in das Tal der Beaume. Von hier brachte uns ein Bus in den Ort Vallon-Pont-d´Arc,wo wir zwei Nächte blieben.

Vallon-Pont-d´Arc bietet das bekannteste Postkartenmotiv der Schlucht der Ardéche und ist Ausgangspunkt für viele Kanutouren. In den Sommermonaten kann es hier sehr voll werden, wenn die Urlaubs- und Badegäste angereist sind. Wir hatten natürlich eine Kanutour gebucht, um den berühmten Bogen über dem Fluss Ardéche zu sehen. Geplant war eine 24 km lange Tour durch das ganze Tal der Ardéche. Leider regnete es bereits seit der vergangenen Nacht in Strömen und die Temperatur war auf 8 Grad °C gesunken, sodass wir nur eine 6 km lange Tour mit dem Kanu fuhren. Das schlechte Wetter hatte allerdings den Vorteil, das wir fast allein auf dem Fluss unterwegs waren.

Am nächsten Tag Rückflug über Marseille nach Deutschland.


01.2018 - Finnland - Winter-Fotoreise mit meinem Freund und Naturfotografen Sidney Smith nach Finnisch-Lappland, gebucht bei Tujareisen

Natur und Nordlichterfotografie, Schneeschuhlaufen, Eislochschwimmen und die Rauchsauna waren Schwerpunkte dieser Reise in der winterlichen Landschaft Finnisch Lapplands im kleinen Ort Kiilopää, 200 km nördlich des Polarkreises (68° 40´) in der Nähe des Skizentrums Saariselkä – dort, wo die Sonne zwischen dem 2. Dezember und dem 9. Januar nicht aufgeht, d. h. sie steigt in diesen Tagen nicht über den Horizont (Polarnacht). Das Fjell Center Kiilopää liegt ca. 48 km südöstlich der Stadt Ivalo und gleichnamigen Airport entfernt, direkt am Eingang zum Urho Kekkonen-Nationalpark. Die Straße endet hier am Fjellzentrum. Die unberührte Tundra-Wildnis aus Kiefernwäldern beginnt direkt hinter der Feriendorfanlage. Der Urho Kekkonen Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 2550 Quadratkilometern über lang gestreckte karge Fjällketten und ausgedehnte Nadelwälder.

Die Umgebung und das Hotel Niilanpää sind perfekt für die nächtliche Fotografie, denn die Lage am Rand des Urho-Kekkonen-Nationalparks bietet nur minimale Lichtverschmutzung. Hier trafen wir auf den bekannten finnischen Fotografen Sampsa Sulonen, bei dem wir eine Fortbildung in Sachen Nordlichtfotografie gebucht hatten. Sampsa hat viel Erfahrung mit Langzeitbelichtungen und Zeitrafferaufnahmen der Nordlichter in Finnisch-, Schwedisch und Norwegisch Lappland. Jeden Tag starteten wir eine Exkursion in die umliegenden Hügellandschaften (Fjells) und Wälder. Der Horizont verschmolz im grauen Tageslicht mit der Umgebung. Abends warteten wir dann auf eine Gelegenheit, die Nordlichter einzufangen. Das Wetter war zu Beginn der Reise nicht sehr stabil, es wehte tagsüber sehr heftig und nachts war der Himmel vollständig bedeckt. Es war eine denkwürdige Erfahrung, die Morgendämmerung und den Sonnenaufgang im Januar erst gegen Mittag für vielleicht zwei bis 3 Stunden zu erleben, um dann wieder in die Nacht zu tauchen. Trotzdem ist es in der Nacht nicht nicht vollständig dunkel. Der glitzernd weiße Schnee verstärkt die vorhandene Resthelligkeit um bis zu 80 %, denn er reflektiert sowohl das Mondlicht als auch künstliches Licht. Im Verlauf der Woche nahmen wir an einer Hundeschlittensafari und an einer Schneeschuhwanderung teil. Das Wandern mit den Schneeschuhen stellte sich als einfach und angenehm dar, weil wir auch über den Tiefschnee laufen konnten, was sonst nahezu unmöglich ist. Abends wurde die traditionelle Rauchsauna angeheizt und ein (sehr kaltes) Eisloch diente später der Abkühlung. Erst zum Ende der Reise klarte der Himmel dann auf, sodass wir an zwei Nächten, bei klirrender Kälte von minus 20 Grad Celsius, dieses herrliche Naturschauspiel beobachten und auch fotografieren konnten.


12.2017 - Helgoland - Nachwuchs in der Kegelrobbenkolonie auf der "Helgoländer Düne"

3-tägige Fototour zwischen Weihnachten und Neujahr 2017 auf Helgolands flacher Nebeninsel, der "Düne", um die neugeborenen Heuler der Kegelrobben zu fotografieren. Das Wetter hielt sich leider nicht an meine zu Weihnachten bestellten Wünsche. Neben heftigen Regen- und Hagelschauern wehte ein starker Wind, der in Böen über beide Strände fegte. Die Sonne hatte nur wenig Gelegenheit sich durch die Wolken zu kämpfen und bescherte die Besucher der Düne dann mit schönen Regenbögen.

Der erste Kegelrobbennachwuchs kam bereits im November zur Welt. Bis Ende Dezember wurden über 400 Tiere geboren. Die Geburts-Saison dauert in der Regel bis Ende Januar. Kegelrobbenbabys leben in den ersten Wochen nach ihrer Geburt an Land. Mit ihrer dünnen Speckschicht können sich die jungen Tiere noch nicht lange in der kalten Nordsee aufhalten. Ihr erster flauschiger Pelz ist nicht wasserabweisend. Die Robbenmutter säugt ihren Nachwuchs ca. drei Wochen lang. Die Muttermilch ist sehr nahrhaft und enthält bis zu 50 Prozent Fett, sodass die Jungtiere täglich bis zu 1,8 Kilogramm zunehmen. Ihr Geburtsgewicht von 10 bis 14 Kilogramm hat sich dann auf rund 50 Kilo erhöht. Erst wenn sich die jungen Robben eine dicke Speckschicht zulegt haben, tauschen sie ihr extrem dichtes Geburtsfell, das sie vor Kälte und Wind schützt, gegen einen schwimmtauglichen Kurzhaar-Pelz und gehen ins Wasser.


09.2017 - Indonesien/Nord-Ost Bali und Insel Lembongan, gebucht bei Beluga-Reisen

Tauchreise auf die Insel Bali, in das nord-östlich gelegene Teluk Karang Dive & Spa Resort. Anschließend Überfahrt auf die Insel Lembongan, die süd-östlich vor Bali liegt. Aufenthalt im Indiana Kenanga Boutique Hotel & Spa.

Am Ortsrand des Fischerdörfchens Penuktukan, eingebettet in eine bunte Vegetation, liegt direkt am Meer das Teluk Karang Dive & Spa Resort. Hier fanden wir ein kleines und familiär geführtes Urlaubsparadies mit viel Flair und Liebe zum Detail vor. Das Resort bietet viel Komfort nach der langen Anreise und für die Zeit des Aufenthalts. Tauchgänge führten wir mit den „Karang Divers“ durch. Die Tauchbasis liegt direkt im Resort, nur wenige Meter vom Meer entfernt. In der Regel wird direkt vom Strand aus am Hausriff getaucht. Tauchausflüge mit dem Speedboot oder auch per Bus, z. B. zum Wrack der Liberty vor Tulamben, wurden durchgeführt.

Die letzte Woche unserer Reise verbrachten wir auf der Insel Lembongan, die ca. 12 km süd-östlich vor Bali liegt. Die Überfahrt mit der Schnellfähre startet im Hafen von Sanur, ist sehr gut organisiert und dauerte nur ca. eine halbe Stunde bis zur Anlegestelle Jungut Batu auf Lembongan. Hier wohnten wir im Indiana Kenanga Boutique Hotel & Spa. Die weiträumige Hotelanlage verfügt über verschiedene Wohneinheiten mit eigenem Garten und zwei Poolanlagen. Auf dem Gelände, direkt am Strand, befindet sich ein französisches Restaurant. Wer möchte, nimmt hier morgens sein Frühstück ein und hat bereits einen herrlichen Blick auf das offene Meer und die Wellenreiter, die schon sehr früh weit draußen am Saumriff auf die perfekte Welle warten. Die Insel erkundet man am besten mit dem Mietroller, weil es hier kaum Autos gibt und die Straßen sehr eng sind. Es gibt viele einheimische Restaurants (Warungs) mit schmackhaften Speisen. Auch werden überall internationale Speisen angeboten.

Unsere Tauchgänge auf Lembongan führten wir mit "World Diving" durch. Die Basis ist perfekt organisiert und verfügt über entsprechende Boote, um auch die weit entfernten Tauchplätze, wie z. B. den Manta Point schnell zu erreichen. Wer vor Lembongan und den in der Nähe befindlichen Inseln Tauchen möchte, sollte berücksichtigen, das die Wassertemperatur hier oft nur 19 bis 22 Grad Celsius beträgt. Wer schnell friert, sollte unbedingt einen geeigneten Tauchanzug mitbringen oder leihen. Auch ist eine Kopfhaube angeraten. Wir waren nach Lembongan gereist, um die Mondfische, die um diese Jahreszeit aus der Tiefe aufsteigen um sich von Pinzettfischen von Hautparasiten befreien zu lassen, beobachten zu können. Einen dieser schönen, sehr großen und rundlichen Fische konnten wir über eine lange Zeit an der gleichen Stelle beobachten. Aus organisatorischen Gründen hatte ich auf Lembongan auf Unterwasseraufnahmen verzichtet. Am Manta Point konnten wir während des gesamten Tauchganges gleichzeitig bis zu sechs Mantas an ihrer Putzerstation beobachten.


09.07.2017 und 13.08.2017 Weltvogelpark Walsrode

Portraitaufnahmen von seltenen Vögeln und verschiedenen Greifvögeln im Weltvogelpark bei Walsrode in der Lüneburger Heide in Niedersachsen.  Der Vogelpark Walsrode ist der weltweit größte Park dieser Art. Er gehört zu den artenreichsten Zoos der Welt. Hier sind Vögel aus allen Kontinenten und jeder Klimazone der Welt zu sehen. Auf dem 240.000 m² großen Gelände leben etwa 4.200 Vögel und 675 verschiedene Arten. Hier ist auch der gefährlichste Vogel der Welt, der Rothalskasuar zu sehen. Der Vogel hat eine stark ausgeprägte Beinmuskulatur. Die Innenzehe der insgesamt drei Vorderzehen trägt eine ca. 10 cm lange, scharfe und dolchartig verlängerte Kralle, die der Kasuar sehr nachhaltig zu seiner Verteidigung einsetzt.


05.2017 - Helgoland - Unter Basstölpeln, Seehunden und Kegelrobben

4-tägige Fototour mit Sidney Smith auf Deutschlands Nordseeinsel Helgoland. Die Insel liegt ca. 70 Kilometer vor der Küste in der Deutschen Bucht. Die ursprünglich größere Insel zerbrach 1721 während der Neujahrsflut in zwei Teile. Dabei wurde der die beiden Inseln verbindende Isthmus (schmale Landenge)  zerstört. Seitdem existiert die als "Düne" bezeichnete Nebeninsel, die heute als Badeinsel genutzt wird. Helgoland wird oft als die "einzige Hochseeinsel Deutschlands“ zitiert, was jedoch nicht korrekt ist. Die Insel zählt zusammen mit der gesamten Deutschen Bucht zum Festlandsockel (Schelf) und damit nicht zum Tiefsee-Bereich auf hoher See.

Unser Ziel war das Naturschutzgebiet "Lummenfelsen" (NSG-Kennung 62) am westlichen Felsrand von Helgoland, um die hier brütenden Basstölpel zu fotografieren. Mit einer Fläche von etwa 1,1 Hektar ist es das kleinste Naturschutzgebiet Schleswig-Holsteins und eines der kleinsten Naturschutzgebiete Deutschlands. Als Seevogelbrutfelsen ist das Gebiet für mehrere Arten, u. a. für die namengebende Trottellumme, von herausragender Bedeutung. Es gilt als das Naturschutzgebiet mit der größten Brutvogeldichte in Deutschland. Neben der Trottellumme brüten hier auch Tordalken, die der Trottellumme sehr ähnlich sehen, sich aber von einer weißen Zeichnung auf dem Schnabel unterscheiden. Auch ist hier die Dreizehenmöwe, der Eissturmvogel und der Basstölpel anzutreffen. Die "Lange Anna", ein ca. 48 m hoher freistehender Brandungspfeiler und Wahrzeichen der Insel, der nur rund 200 Meter vom NSG entfernt liegt, wird ebenfalls von allen Vögeln als Brutplatz genutzt. Das Wetter war an zwei Tagen recht durchwachsen und noch recht kühl, an einem Tag hüllte dichter Nebel die Insel ein, sodass Aufnahmen wegen des fehlenden Lichtes nur schwierig zu gestalten waren, an einem anderen Tag regnete es ziemlich ergibig.

Der Basstölpel ist nach dem Vogelfelsen "Bass Rock" in Schottland benannt. Der relativ große Basstölpel ist aufgrund seiner Gesichtsmaske mit dem cremegelben Kopf und der außerordentlichen Flugfähigkeit unverwechselbar. Im Flug erkennt man die langen, schwarzen Flügelspitzen. Jungtiere wirken gescheckt, sie tragen ein graubraunes Federkleid, das sich im Lauf von vier Jahren zu dem weißen Gefieder entwickelt. Brütende Vögel können bis zu dreieinhalb Kilogramm schwer werden, die Flügelspannweite beträgt bis zu 1,80 Meter. Basstölpel sind Koloniebrüter. Die Nester werden am Boden aus Seetang, Gras und Treibgut gebaut. Leider werden auch immer mehr Abfälle aus dem Meer zum Nestbau genutzt. So sind z. B. 98% aller Nester mit Resten von Fischernetzen bebaut. Diese Nylonschnüre führen dazu, dass sich die Tiere oft verfangen oder strangulieren. Der Tod ist dann unausweichlich. Bei genauem Hinsehen erkennt man an der Steilküste Helgolands immer wieder Tiere, die stranguliert in der Wand hängen.

Streckt ein Männchen seinen Hals nach oben, bedeutet dies, dass es noch keine Partnerin hat. Hat sich ein Weibchen für ein Männchen entschieden, dann kommt es zur Begrüßungszeremonie. Dabei steht sich das Paar mit aufgerichteten Schnäbel gegenüber, wobei sie mit den Schnäbeln lang anhaltende, fechtende Bewegungen ausführen. Es wird nur ein einziges Ei ausgebrütet. Im Herbst ziehen die Alttiere in den Nordatlantik, während die Jungtiere nach Nordafrika aufbrechen. Im ersten Jahr sterben bis zu 60 Prozent der jungen Basstölpel. Überleben die Tiere dieses erste Jahr, ist die Lebenserwartung sehr hoch. Basstölpel können bis zu 20 Jahre alt werden.

Ein Besuch auf der Düne, der flachen Nebeninsel führte uns an die beiden sich gegenübeliegenden Strände, wo die Seehunde und die Kegelrobben anzutreffen sind. Es ist gestattet, sich den Tieren bis auf 30 m zu nähern, wodurch es ein wenig einfacher wird die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung am Strand liegend und im Wasser spielend, abzulichten. Die Kegelrobbe ist neben dem Seehund die zweite an deutschen Küsten verbreitete Robbenart und daneben das größte in Deutschland freilebend vorkommende Raubtier (bis zu 300 kg). Der Name leitet sich von der kegelförmigen Zahnform der Tiere ab.

Seehunde sind im Vergleich zur Kegelrobbe kleine und schlanke Robben (Männchen etwa 170 cm, Weibchen 140 cm, Gewicht 150 beziehungsweise 100 kg). Von der Kegelrobbe unterscheiden sie sich auch durch ihren rundlichen Kopf. In deutschen Küstengewässern sind Seehunde dunkelgrau gefärbt und haben unregelmäßig über den Körper verteilte schwarze Flecken.


02.2017 - Island - Nordlichter und heiße Bäder - 8-tägige Gruppenreise an der Südküste mit Wandern, Winterlicht und heißen Bädern (hot-pots) mit Elch Adventure Tours

1.Tag - Ankunft auf Island, Fahrt und Übernachtung im Ort Laugarvatn, der am gleichnamigen See liegt. Hier ging es abends in ein heißes Bad (hot pot) unter freiem Himmel, bis die Sterne zu sehen waren. Eine schöne Erfahrung, die wir im Verlauf der Reise noch mehrfach an verschiedenen Orten erleben konnten. Spät am Abend und in der Nacht die ersten Polarlichter auf dieser Reise.

2.Tag - Fahrt zum sogenannten Goldenen Kreis. Der mächtige Gullfoss (Goldener Wasserfall) zählt eindeutig zu den schönsten Wasserfällen des Landes. Hier stürzt die Hvítá (Weißer Fluss) über zwei Kaskaden 32 m in die Tiefe. Anschließend besuchten wir die bekannten Springquellen Geysir und Strokkur (Butterfass) im Thermalgebiet Haukadalur. In regelmäßigen Abständen von ca. 10 Minuten schleudert der Strokkur kochend heiße Wasser- und Dampfsäulen bis über 25 Meter in die Höhe. Im Thingvellir Nationalpark kann man an der Silfra Spalte deutlich erkennen, wie hier die Kontinentalplatten von Eurasien und Amerika auseinander driften - Die Spalte wird jährlich um rund 7 mm breiter. Die tektonischen Verschiebungen lösen häufig Erdbeben aus. Unweit des mittelalterlichen Parlamentsplatzes von Thingvellir, wo die ersten Siedler im Jahre 930 das isländische Parlament gründeten, gelangt man über einen in der Talmulde liegenden Gehweg in die Schlucht Almannagjá (Allmänner-Schlucht) zum Wasserfall Öxaráfoss, der über die kontinentale Bruchkante zwölf Meter in die Tiefe fällt und als Öxará weiter durch das Tal fließt.

3.Tag - Morgens Aufstieg in das Geothermalgebiet Hengill bei besten Wetterbedingungen. Hengill ist ein Vulkansystem im südwestlichen Islands, das aus den drei Vulkanen Hengill, Grensdalur und Hrómundartindur besteht. Hier kommt aus verschiedenen Quellen (Fumarolen) bis zu 100 °C heißes Wasser aus der Erde. Am Naturbadeplatz angekommen, nahmen wir ein Bad im ca. 38 °C warmen Fluss, umgeben von schneebedeckten Bergen.

Auf der Ringstraße entlang der Südküste fuhren wir anschließend bis Vík í Mýrdal, dem südlichsten Ort Islands. Auf unserer Fahrt machten wir in der bereits tief stehenden Abendsonne an den beeindruckenden Wasserfällen Seljalandsfoss, dessen Wasser 66 m tief fällt und dem Skógarfoss, der über eine Breite von 25 Metern 60 Meter in die Tiefe fällt, halt. In der Nacht beeindruckende Polarlichter über Vik.
 
4.Tag - Am nächsten Tag Fahrt an den schwarzen Sandstrand bei Vik. Von hier aus hatten wir einen guten Blick auf die Felsnadeln Reynisdrangar. Der Legende nach sind diese Felsnadeln versteinerte Trolle. Anschließend eine Wandertour über das Hochplateau des ca. 200 m hohen Berges Reynisfjall, an dessen Steilküste ganzjährig Seemöwen und Meerschwalben brüten. Am Nachmittag Fahrt zum schwarzen Strand Reynisfjara, dessen gigantische Basaltsäulen Touristen dazu animiert, diese zu besteigen. Hier konnte ich einige Aufnahmen von einem jungen Hochzeitspaar machen, das sich auf den Basaltsäulen von ihrem Fotografenteam ablichten ließ. Dieser Strandabschnitt ist bei schlechtem Wetter nicht ungefährlich. Es hat hier bereits Tote gegeben, weil plötzlich entstehende große Wellen Menschen umwerfen und in das eiskalte Wasser ziehen können. 

Am späten Nachmittag Fahrt in das Gletscher- und Vulkangebiet zur Ortschaft Hvoll. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang konnten wir einen ersten Blick auf den Vatnajökull, dem größten Gletscher Islands und zudem außerhalb des Polargebiets auch der größte Europas, werfen. In der Nacht waren für ein lange Zeit  schnell wandernde Polarlichter zu bestaunen.

5.Tag - Fahrt zur Gletscherlagune Jökulsárlón am Südrand des Vatnajökull. Der Jökulsárlón ist bekannt für die auf ihm treibenden Eisberge, die eine Höhe von bis zu 15 Meter erreichen können. Sie lösen sich von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull ab. Oft sind Farben in den Eisbergen zu beobachten. Das Blau rührt von verschiedenen Kristallen im Eis und deren Reflexion her, das Schwarz von vulkanischer Asche. So entsteht am Jökulsárlón ein vielfarbiges Eis, durchsetzt von Blau und Grün, das über einen kurzen Fluss aus dem Jökulsárlón in den Atlantik gelangt und von den Wellen an den Strand geschwemmt wird. Durch die Sonneneinstrahlung verliert das Eis hier zunehmend an Farbe und wird teilweise glasklar.

6.Tag - Im Vatnajökull Nationalpark wanderten wir zu den Ausläufern des größten Gletschers Europas. Vom seitlichen Talrand konnte man die riesigen Ausmaße der sich langsam vorschiebenden Gletscherzunge, aus weiß-blauen oder schmutzig-grauen Eis bestehend, sehen. Davor breitet sich fächerförmig das bis an den Horizont reichende Schwemmlandgebiet und die Lavafelder des Vatnajökull aus.

Im Nationalpark Skaftafell, der heute Teil des Nationalparkes Vatnajökull ist, liegt in einer Schlucht der Wasserfall Svartifoss. Hier stürzt der Stórilækur über eine Bruchkante, die von Basaltsäulen wie Orgelpfeifen eingerahmt wird. Meterlange Eiszapfen bedeckten teilweise die Ränder der Schlucht.

Zurück nach Reykjavík 

Bei der Ortschaft Kirkjubæjarklaustur, oder kurz Klaustur (Kloster) genannt, unternahmen wir eine Wanderung zum See Systravatn, der auf einem Hochplateau liegt. Anschließend konnten wir an unserem nächsten Ziel die 2 km lange Fjaðrárgljúfur-Schlucht bestaunen, die sich bis zu 100 m tief in den Fels eingegraben hat. 

Auf dem Weg zu unserer nächsten Unterkunft machten wir Halt Vík í Mýrdal, um im örtlichen hot pot zu entspannen. Danach, am späten Nachmittag eine kurze Wanderung auf die 115 m hoch aufragende Halbinsel Dyrhólaey, etwa 6 km westlich von Vík í Mýrdal. Von hier oben hat man einen guten Blick auf einen von der Natur geschaffenen "Torbogen" im Lavafelsen. Der Tag verabschiedete sich hier mit einem recht eindrucksvollen Sonnenuntergang. Nach unserer Ankunft in Stora-Mörk konnten wir spät in der Nacht weitere Polarlichter beobachten. 

7.Tag: Ankunft in Reykjavík. Erkundung der Stadt. Auf einem Hügel steht die Hallgrímskirkja Pfarrkirche, ein erstaunlicher, futuristisch anmutender Bau, der nicht nur eine der wirkungsvollsten Sehenswürdigkeiten, sondern mit 74,5 Metern Höhe auch ein Wahrzeichen der Hauptstadt Islands ist. Das wohl beliebteste Kunstwerk aber steht in der Bucht von Reykjavík. Sólfar, (Sonnenfahrt) eine von Jón Gunnar Árnason (1931–1989) gestaltete Skulptur aus Edelstahl. Sie zeigt zum Sonnenuntergang im Norden, wodurch sich der Name Sonnenfahrt erklärt. Die meisten Besucher sehen ind der Skulptur ein stilisiertes Wikingerschiff.
Seit 2011 steht im Hafen ein modernes, öffentliches Gebäude aus Glas und Stahl. Harpa (Harfe), ist ein Opern- und Konzerthaus. Das Gebäude beherbergt sowohl das Isländische Sinfonieorchester als auch die isländische Oper. Harpa gilt mit der vom Künstler Olafur Eliasson gestalteten Fassade als architektonische Attraktion und neues Wahrzeichen der Hauptstadt Reykjavík.

Danke an Ulrich Kaiser von Elch Advenure Tours, der die Gruppe in diesen gemeinsamen Tagen sicher mit dem Transporter über die an vielen Stellen vereiste Ringstraße an die Zielorte gefahren hat.

8.Tag: Rückflug nach Deutschland.


12.2016 - Frankreich/Paris - Réveillon in Paris - oui (Silvester in Paris - ja) 6-tägige, von David Schulte geführte Wikinger Wanderreise durch Paris

Wer Paris, die Sehenswürdigkeiten und auch die Menschen dieser Stadt kennen lernen und erleben möchte, der sollte dies mit geführten Wanderungen durch die Hauptstadt Frankreichs verbinden. Durch Paris führen verschiedene Weitwanderwege (= GR "Grandes Randonées"). Folgt man diesen, so gelangt man zu vielen der uns bekannten Orte, Parks und Wohnviertel. Silvester in Frankreich ist zudem sehr angenehm für alle Menschen, die von der lauten und überzogenen Silvesterböllerei in Deutschland, die oft bereits am frühen Nachmittag beginnt, ihre Ruhe suchen. Es herrscht absolutes privates Feuerwerksverbot in Frankreich. Silvester verbringt man hier eher gemeinsam bei einem guten Silvesteressen mit der Familie und Freunden.

1. Tag - 28.12.2016: Nach der Ankunft in Paris und Transfer zum Hotel konnten wir bereits am Nachmittag erste Eindrücke vom französischen Lebensgefühl auf uns wirken lassen. Das gebuchte Hotel liegt sehr zentral gelegen, im abwechslungsreichen dritten Stadtbezirk (Arrondissement). Von hier aus konnten wir in wenigen Minuten die Pfarrkirche "Saint Eustache" im Hallenviertel (Les Halles) erreichen. Dieser in der Zeit von 1532 bis 1637 nach dem Vorbild von Notre Dame entstandene gotische Sakralbau war die Kirche der Händler des benachbarten Marktes, in den damaligen Hallen von Paris und genießt eine sehr große Popularität. In der Kirche befindet sich ein Seitenaltar aus Metall, der von Keith Haring gestaltet wurde. Vor dieser Kirche ist auch seit 1986 die von Henri de Miller aus Sandstein hergestellte Skulptur L’Ecoute  (Zuhören), ein riesengrosser, liegender Kopf und eine Hand, muschelförmig an das rechte Ohr gehalten, aufgestellt (Gewicht 70 Tonnen).


2. Tag - 29.12.2016: Kathedrale Notre-Dame, Rathaus von Paris (Hôtel de Ville)
An der Metro-Station Porte de la Villette starteten wir diesen abwechslungsreichen Wandertag. Der Parc de la Villette ist der größte Park (35 Hektar) und die zweitgrößte Grünfläche von Paris. Er liegt im 19. Arrondissement und wird vom Canal de l’Ourcq durchquert. Im Park wurden verschiedene Großprojekte realisiert, z. B das IMAX-Kino (3D-Kino) La Géode, ein kugelförmiger Edelstahlbau mit 36 Metern Durchmessern oder das Unterseeboot Argonaute aus den 50ér Jahren. Am 14. Januar 2015 wurde im Parc de la Vilette die Philharmonie de Paris eröffnet. Sie ist der derzeit größte Konzertsaal in Paris für klassische Musik (Stand 2016). Die Außenhaut besteht aus 340.000 stilisierten Vögeln verschiedener Größen und Grautönen aus Aluminium. Aus der Ferne wirkt die Fläche, als sei bereits die Farbe in Ablösung begriffen. Steht man direkt vor dem Bauwerk, so wird einem die imopsante Schönheit der Oberfläche um so deutlicher klar. Entlang des Canal de l’Ourcq führte uns der Weg durch den 25 Hektar großen Park Buttes-Chaummont (Butte = Anhöhe), ein Landschaftsgarten englischen Stils und die Ruheoase in Paris. Durch die zentral auf der Felsspitze einer im Park angelegten Insel, der Île du Belvédère, gelegene Rotunde, genannt „Sibyllentempel“ („Temple de la Sibylle“) blickt man auf die umliegenden Stadtteile mit ihren gepflegten Häusern. Im Verlauf der Wanderung ging es weiter durch kleine verwinkelte Wohnviertel mit eindrucksvollen alten Villen und mit Blick auf das Herz von Paris, der Basilika Sacré-Cœur. Am Nachmittag erreichten wir die Innenstadt, gelegen auf der Seine-Insel Île de la Cité  aus der im gotischen Stil erbaute Kathedrale Notre-Dame de Paris (unserer lieben Frau von Paris) als eines der wichtigsten Wahrzeichen von Paris heraussticht. Ihr Standort bildet die geografische Mitte der Stadt. Am Ende diese Wandertages ging es vorbei am Hôtel de Ville, dem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Stil der Neorenaissance errichtetem Rathaus von Paris. Das imposante Gebäude befindet sich im nach ihm benannten 4. Arrondissement an der Rue de Rivoli.


3. Tag - 30.12.2016: Louis Vuitton Museum, Bois de Boulogne, Eiffelturm, Invalidendom und Parks
Dieser Wandertag begann mit einer Metrofahrt bis zur Station Les Sablons. Es folgte ein kurzer Fußmarsch bis in den Park Bois de Boulogne (Jardin d’Acclimatation), einem der größten Stadtwälder der Welt, und schon standen wir vor dem neuen Privatmuseum "Fondation Louis Vuitton". Die Eröffnung dieses modernen Bauwerkes fand am 27. Oktober 2014 statt. Das Gebäude wurde vom Amerikaner Franck Gehry entworfen. Der visionäre Architekt revolutionierte den Gebrauch von Glas und schaffte bislang nie erdachte Formen, um ein helles, leichtes, einzigartiges und innovatives Gebäude zu erschaffen. Der Originalnamen des Museums lautet "Le vaisseau de verre"(deutsch: Das Glasschiff). Weiter ging es durch den Park Bois de Boulogne, fast ganz herum um den im Park gelegenen künstlichen See "Lac Inferieur". Durch verschiedene Stadtviertel, jedes einzigartig für sich, gelangten wir über die Brücke "Pont de Bir Hakim" auf das rechte Seine-Ufer. An diesem Tag schien die Sonne recht hell, sodass der berühmte Eiffelturm (La Tour Eiffel) in seiner ganzen Pracht zu bestaunen war. Weiter ging dann durch den hinter dem Turm angelegten Parc du Champ Mars, vorbei an der Miltärschule im sechsten Stadtbezirk. Anschließend erreichten wir den Invalidendom, ein Kuppelbau im 7. Arrondissement. Der Dom ist Teil der Anlage des Hôtel des Invalides das König Ludwig XIV. zur Aufnahme und Versorgung von Kriegsversehrten in Auftrag gegeben hatte. Er diente ursprünglich als Kirche, wurde aber 1840 zur Grabstätte für Kaiser Napoleon I. umgebaut. Die Wanderung führte uns später durch den Stadteil bis zur Gartenanlage Jardin du Luxembourg, ein früher königlicher, heute staatlicher Schlosspark im Pariser Quartier Latin (6. Arrondissement) mit einer Fläche von 26 Hektar. Die Anlage gehört zum Palais du Luxembourg, in dem der Senat tagt, das Oberhaus des französischen Parlamentes.


4. Tag - 31.12.2016: Park Bois de Vincennes, René-Dumont-Grünzug (Promendade Plantée), Opera Bastile, Jardin des Plantes, Rue Mouffetard, Genoveva Panthéon, Pont Neuf, Ile de la Cité, Musée Centre Pompidou

Dieser Wandertag begann am süd-östlichen Stadtrand, im Park Bois de Vincennes, einem der beiden teilweise als englische Landschaftsparks gestalteten Stadtwälder von Paris. Mit einer Fläche von 995 Hektar ist er eines der bedeutendsten Naherholungsgebiete der Stadt und beliebtes Ausflugsziel. Nach der Überquerung der Périphérique, der ringförmigen Stadtautobahn von Paris, gelangten wir an den Tunnel de Reuilly. Nach der Durchquerung beginnt der René-Dumont-Grünzug, der früher auch Promendade Plantée genannt wurde. Der René-Dumont-Grünzug ist eine auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke angelegte parkartige Promenade, die sich mit einer Länge von 4,7 Kilometern durch das 12. Arrondissement von Paris, von der Place de la Bastille bis zum Boulevard Périphérique im Bereich von Vincennes, zieht. Am Ende der Promenade wanderten wir bis zur Metrostation "Bastille". Hier steht das 1989 eröffnete Opernhaus "Opera Bastille". Vom Opernhaus ist es nur ein kurzer Weg bis zur Seine. Über die Brücke Pont d´Austerlitz gelangten wir in den "Jardin des Plantes". Dieser im Rokko-Stil angelegte botanische Garten gehört zu den schönsten Parks von Paris und hat eine Fläche von 23,5 Hektar. Er liegt im Südosten der Stadt, am südlichen Ufer der Seine, im 5. Arrondissement. Nach der Durchquerung der Parkanlage gelangten wir in die "Rue Mouffetard". Die Rue Mouffetard, kurz "Mouffe" genannt, ist eine der ältesten Straßen von Paris und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die "Mouffe" befindet sich zwischen dem Place de la Contrescarpe im Norden und der Rue Censier im Süden. Sie ist eine wunderschöne und quicklebendige alte Marktstraße mit zahlreichen Häusern aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. Die Straße ist in der Weihnachtszeit besonders schön. Hier werden die verschiedensten hochwertigen und auch hochpreisigen Speisen und verschiedene Feinkostspezialitäten verkauft. Anschließend führte uns die Wanderung wieder zurück in den Stadtkern. Durch den 5. Stadtbezirk führte uns der Weg vorbei am Panthéon, der nationalen Ruhmeshalle Frankreichs und zugleich Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten. Über die "Pont Neuf" (deutsch: Neue Brücke), der ältesten im Originalzustand erhaltenen Bogenbrücke über die Seine. Sie verbindet den Quai du Louvre am rechten Seineufer im 1. Arrondissement mit dem Quai de Conti und dem Quai des Grands Augustins am linken Seineufer im 6. Arrondissement. Am rechten Ufer der Seine befindet sich am Brückenende ein extra für "Liebesschösser" aufgestelltes Geländer, an dem Liebespaare ihre Verbundenheit mit einem Vorhängeschloss bekunden können. Als Zeichen der ewigen Liebe wird der Schlüssel anschließend in der Seine versenkt. Auf dem Weg zurück zum Hotel ging es vorbei am Saint Jacues, einem gotischem Turm im 4. Arrondissement. Er ist 51 m hoch und zählt ebenfalls zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt und dann vorbei am Centre Pompidou-Beaubourg, einem 1977 erbauten Kunst- und Kulturtempel aus Stahl und Glas.

Nach unserem Silvester-Menü, das wir ganz in der Nähe unseres Hotels eingenommen hatten, fuhren wir mit der Metro hinaus in den 18. Bezirk nach Montmartre und bestiegen mit sehr vielen anderen Menschen den Vorplatz zur Wallfahrtskirche Sacré-Cœur de Montmartre. Hier konnten wir den Jahreswechsel mit dem Blick auf Paris genießen. Wirklich angenehm war der ruhige Übergang in das neue Jahr 2017, ganz ohne Böller, Knaller und Kracher.


5. Tag - 01.01.2017 Paris individuell
Obwohl der Tag für alle Teilnehmer zur freien Verfügung stand, nahmen wir gerne das Angebot von unserm Wikinger Reiseführer David Schulte an, eine weitere gemeinsame Tour zu unternehmen. So fuhren wir mit der Metro erneut hinaus in den 18. Bezirk nach Montmartre. Dort angekommen, besichtigten wir das weltbekannte Moulin Rouge (deutsch: Rote Mühle), ein Varieté am Place Blanche im Vergnügungsviertel Pigalle. Von dort stiegen wir langsam den Montmartre weiter hinauf, durch die Rue Lepic, vorbei am Café "Les 2 Moulins" wo ein Teil des Films "Die fabelhafte Welt der Amélie" spielte. Das Dorf Montmartre war im 19. Jahrhundert eine künstlerische und literarische Hochburg und beliebtes Ausflugsziel der Pariser. Der Hügel Montmartre (frz. butte Montmartre) ist die höchste natürliche Erhebung der Stadt. Auf dem Place des Abbesses liegt die mit 36 Metern tiefstgelegene Metro-Station Abbesses mit ihrem bei Fotografen beliebten Guimard-Dach. Der 130 m hohe Gipfel des Montmartre wird von der von weitem sichtbare Basilika Sacré-Cœur gekrönt, die wir auch während der Neujahrsmesse innen besichtigen konnten. Nach dem Absieg ging es dann weiter zu Fuß durch den Stadtteil Glichy bis zum Arc de Triomphe de l'Étoile (dt. Triumphbogen des Sterns) oder kurz Arc de Triomphe. Er ist ein 1806 bis 1836 errichtetes Denkmal an der Place Charles-de-Gaulle in Paris und gehört zu den Wahrzeichen der Metropole. Von hier aus versuchten wir über die noch immer weihnachtlich gestimmte Prachtstraße Champs-Elysées an den Place de la Concorde (deutsch „Platz der Eintracht“) zu gelangen. Wegen der unglaublichen Menschenmassen, die am ersten neuen Tag des Jahres 2017 auf den Bürgersteigen flanierten, fuhren wir mit der Metro dorthin. Der Place de la Concorde ist der größte Platz von Paris und einer der fünf königlichen Plätze der Stadt. In seiner Mitte steht der berühmte Obelisk von Luxor. Von hier liefen wir durch den Jardin des Tuileries (den Tuilerieen), dem ehemalige Barock-Schlosspark beim Louvre, unserem letzten Ziel dieser individuellen Wanderung. Der Louvre liegt im Zentrum von Paris, zwischen dem rechten Seineufer und der Rue de Rivoli. Die Glaspyramide im Innenhof des Louvre wurde von Ieoh Ming Pei (US-amerikanischer Architekt) entworfen und 1989 eröffnet. Sie dient heute als Haupteingang zum Musée du Louvre. Anfangs als Gewächshaus und Käseglocke verspottet, ist die Pyramide heute zu einem bekannten Wahrzeichen von Paris geworden.


6. Tag: 02.01.2017 Rückflug nach Deutschland
Da unser Flug erst am frühen Nachmittag startete, konnten wir noch einmal zum Museum Centre Pompidou zurückgehen. Neben dem Gebäude spudelt normalerweise der Strawinski-Brunnen, auf dem Place Igor Stravinski. Der Brunnen wurde von dem Schweizer Bildhauer Jean Tinguely zusammen mit seiner Lebenspartnerin, der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle, entworfen und 1982/83 ausgeführt. Leider war der Brunnen mit seinen 16 beweglichen und wasserspeienden Einzelplastiken nicht in Betrieb. Die bunten Figuren waren aber alle an ihrem Platz. Von hier aus gingen wir zurück durch das Quartier Les Halles (Viertel der Hallen), vorbei an der Kirche "Saint Eustache" durch die Fußgängerzonen mit ihren schönen Bistros und Cafés, den bereits seit dem Jahr 1900 überdachten und an diesen Tagen weihnachtlich geschmückten Ladenpassagen Du Grand Cerf im Quartier Motorgueil, das im 2. Arrondissement liegt. Anschließend traten wir unsere Heimreise an.


09.2016 - Portugal/Lissabon

Vor und nach dem Aufenthalt auf den Azoren nutzten wir die Gelegenheit, einige Stunden durch die schöne Altstadt von Lissabon zu streifen. Der geeignete Startpunkt dafür ist der Platz Restauradores im Stadtteil Baixa. Von hier aus hat man einen guten Anschluss mit der U-Bahn in alle Richtungen und ist auch in ca. 30 bis 45 Minuten am Flughafen. Ein direkter Fußweg durch die Altstadtstraßen hinunter zum Tejo dauert vom Platz Restauradores ebenfalls ca. 30 Minuten, wenn man sich nicht von den vielen Cafés und Bäckereien ablenken läßt. Wegen der knappen Zeit in Lissabon haben wir zuerst eine Stadttour mit dem Yellow Bus unternommen, um auch weiter entfernte Ziele (z. B. die rote Brücke über den Tejo) und andere Sehenswürdigkeiten bewundern zu können. Die gebuchte "Tagus Bus Tour" führt über die Hauptstraßen der Stadt, vom historischen Zentrum bis zu den Monumentalbauten im Stadtteil Belém und dauert ca. 1:40 min.


09.2016 - Portugal/Azoren/Inselhopping im Triângulo der Azoren (Wandertouren über die drei Vulkaniseln) 

Individuelle Wanderrundreise über die drei Azoreninseln Faial, Pico und São Jorge  - Spektakuläre Wanderungen und Vulkanismus auf dem Pico

In den Weiten des Nordatlantiks stehen die Azoren für grandiose Panoramen. Wandern ist einer von vielen guten Gründen für eine Reise auf die Azoren. Zwischen Europa und Amerika vulkanisch enstanden, setzt sich das zu Portugal gehörende Archipel aus neun bewohnten Inseln zusammen (Corvo, Flores, Graciosa, São Jorge, Faial, Pico, Terceira, São Miguel und Santa Maria). Dabei ist jede Insel eine kleine Welt für sich, aber keine ist wie die andere. Jedoch ist das alle Inseln verbindende Merkmal das intensive Grün und Atlantikblau. Die Menschen sind zurückhaltend und bescheiden, aber überaus freundlich. Ihre Vorfahren harpunierten bis 1983 die vorbeiziehenden Wale. Heute sind die ehemaligen Walfabriken in Museen umgewandelt worden und aus der blutigen Jagd wurde das "Whale Watching". Seit 1986 ist Portugal Mitglied der EU. Die Azoren sind als Teil Portugals der westlichste Außenposteen der EU.

Die Inseln Faial, Pico und São Jorge bilden das Inseldreieck "Triângulo" innerhalb der Zentralgruppe der Azoren. Die Nähe zwischen ihnen ermöglicht es, per Schiff alle drei Inseln zu besuchen. Jede von ihnen hat ihren ganz eigenen Charakter und Reiz. Faial, wegen der blauen Hortensien auch "Ilha Azul" genannt, beeindruckt mit dem Riesenkrater Caldeira und dem einer Mondlandschaft gleichenden Vulkangebiet von Capelinhos. Pico, vom gleichnamigen höchsten Vulkanberg Portugals (2351 m) dominiert, lockt zudem mit historischen Weinbaugebieten, die UNESCO-Weltkulturerbe sind. São Jorge fasziniert mit reizvollem Höhenrücken längs über die Insel mit dem höchsten Punkt, dem 1053 m hohen Pico da Esperanca und unzähligen, meist nur zu Fuß entlang der dramatischen Steilküste erreichbaren "Fajãs" (Lavaplattformen, Küstenebenen).


05.2016 - Mexico/Baja California - Tauchsafari an Bord der Rocio del Mar in das Rivillagigedo-Archipel, Sea of Cortez, Baja California

Tauchsafari von Cabo San Lucas, dem südlichten Punkt Niederkaliforniens, in das Rivallagigedo Archipel (Vulkaninseln im östlichen Pazifischen Ozean, etwa 440 km südlich der Südspitze Niederkaliforniens = Baja California) gelegen. Tauchen mit den >Big Boys< Mantas, Haien und Seelöwen. Socorro ist die größte von vier Vulkaninseln. In der Nähe liegen die Schwesterinseln San Benedicto, Clarión und Roca Partida. Wir betauchten bei Socorro die Plätze El Canyon im Südosten, Cabo Pierce im Westen, den Boiler - eine submarine Plattform, auf dem verwirbelte Strömungen vorherrschen. Nachts Weiterfahrt zum Roca Partida - der Spitze eines erloschenen Vulkanes, mitten im im östlichen Pazifik. Hier ist die Wahrscheinlichkeit immer groß, die größten Mantarochen der Erde anzutreffen. Zwischen 5 und bis zu 7 m Spannweite und ca. 2 Tonnen Lebendgewicht können diese friedlichen Planktonfresser erreichen. Auch trifft man hier auf Galapagoshaie, Hammerhaie, Delfine und ggf. auch auf Pottwale, wenn man im Februar an diesen Punkt der Erde reist. Unter dem Tauchschiff versammeln sich nachmittags Seidenhaie, die sich vor ihrer nächsten nächtlichen Jagd ausruhen. Auf dem Roca Partida, der wie ein umgedrehter Weißheitszahn aus dem Pazifik herausragt, nisten Möwen, Noddi-Seeschwalben und Weißbauchtölpel. Unter der Wasseroberfläche schlafen Weißspitzenhaie und stapeln sich in Höhlen und auf von der rauen See ausgewaschenen Plattformen. Dazwischen immer wieder Jackfische, Wahoos und Falterfische. Aus dem unendlichen grau-blauen Nichts tauchen immer wieder riesige Mantarochen auf und beginnen vor uns zu tanzen, oder um sich an ihren "Putzerstationen" von lästigen Parasiten befreien zu lassen. Mit ihren Mundschaufeln (Kopfflossen, die die Tiere aufrollen können) durchpflügen die den Pazifk und nehmen so ihre Nahrung auf. Hier treffen wir die schwarzen Mantas und die Chevrons mit ihren weißgemusterten Schwingen und Bäuchen. Gerne lassen sie sich die Ausatemluft über die Bauchseite streifen und kommen so bis auf wenige Zentimeter an uns heran. Dabei kann man sehr gut ihre ständigen Begleiter sehen, Schiffshalterfische, die sich mit ihren Saugplatten an der Unterseite oder auf dem Rücken festsaugen. Dazwischen begrüßen uns Delfine. Der Nachwuchs immer eng an der Seite der Mutter, im Schutz der Gruppe. Auf dem Rückweg nach La Paz (Mexiko) machen wir Halt bei Cabo Pulmo und betauchten die jungen Riffe mit ihren farbenfrohen Weichkorallen und die Reste eines Wracks in diesem Unterwassernationalpark. In der Sea of Cortez trafen wir dann bei Los Islotes auf die kalifornischen Seelöwen, die sich auf einem kleinen Eiland vor den Espiritu Santo Inseln angesiedelt haben. Die Population beträgt ca. 350 Tiere. Leider ist die Sicht hier um diese Jahreszeit nicht besonders gut. Trotzdem konnten wir auf Tuchfühlung mit den teilweise sehr neugierigen Jungtieren gehen. Über uns kreisten bei warmen Wetter und guter Thermik die großen Bindenfregattvögel, die hier ebenfalls heimisch sind. Die Tour endete im Hafen von La Paz.


01.2016 Finnland/Kuusamo "Das eisige Schweigen der Taiga" - Fotoreise von und mit Klaus Radke und Michael Nagel an den Polarkreis im Norden Finnlands bis hinter den Polarkreis nach Finnisch Lappland.

Diese Fotoreise im Januar 2016 führte mich in den kalten Nordosten Finnlands, in die dünn besiedelte Gegend um die Stadt Kuusamo. Ein Traum für jeden Naturfotografen, in unmittelbarer Nachbarschaft ausgedehnte Taigawälder, Moore, Seen und zahlreiche Fjälls. Die höchsten sind um die 500 m und „belebt“ mit bizarren Schneegestalten. Von den Gipfeln aus traumhafte und endlos erscheinende Blicke in das tief verschneite Lappland und nach Russland. Hier leben Bären, Wölfe, Luchse, Elche, Rentiere und Vielfraße. Seit Jahrzehnten lebt und arbeitet Finnlands berühmtester Naturfotograf Hannu Hautala hier. Die herrliche Winterlandschaft im Gebiet Sossonieni bietet spektakuläre Sonnenuntergänge. Ein Besuch auf den tief verschneiten Berg Rukatunturi bei Kuusamo ist schon wegen der bizarren Schneeformationen ein ganz spezielles visuelles Erlebnis. Eine ergreifende und tiefe Stille liegt in dieser schönen Natur, die sich oft nur schwer auf ein Foto einfangen läßt, weil Schneelandschaft und Horizont in der Ferne verschmelzen und farblich kaum zu unterscheiden sind. Rentiere, sibirische Huskys, Touren mit dem Motorschlitten, der abendliche Saunagang in der Hütte am See Muojärvi und der Besuch bei dem deutschsprachigen Finnen Jaska in Joutsijärvi in Finnisch-Lappland - unweit der russischen Grenze - rundeten diese Fotoreise an den Polarkreis in das eisige Schweigen der Taiga ab.


09.2015 Indonesien/Flores/Bidadari - Angel Island Resort, anschließend Tauchsafari mit der AMBAI (gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Das 2009 eröffnete Angel Island Resort befindet sich auf der kleinen, privaten Insel Bidadari (Bidadari bedeutet auf indonesisch "Engel") und ist westlich der Küste von Flores vorgelagert, welches das Tor zum berühmten Komodo Nationalpark bildet. Das Resort ein kleines Inselparadies für Ruhesuchende und Taucher. Die Anreise erfolgt über den neuen Flughafen von Labuan Bajo, welcher im Westen der Insel Flores liegt und von Bali aus angeflogen wird (ca. 1,5 Flugstunden). Mit dem Boot der in Labuan Bajo ansässigen Tauchbasis "Reefseekers" benötigt man dann vom Hafen aus noch etwa 20 Minuten, um zum Resort zu gelangen. Zum Tauchen wird man jeden Morgen direkt mit einem großen und geräumigen Tauchboot der "Reefseekers" abgeholt. Dann geht die Fahrt los, zu den Tauchgebieten im Nationalpark Komodo. Es werden täglich zwei Tauchgänge an verschiedenen Plätzen im Nationalpark durchgeführt. Die Guides führten ein sehr ausführliches Briefing durch. Wegen der im Komodogebiet oft starken Strömungen sollte man den Anweisungen der Guides unbedingt Folge leisten, damit die Tauchgänge wie geplant durchgeführt werden können. Zwischen den Tauchgängen wird eine einstündige Oberflächenpause durchgeführt. Es gibt ein Sonnendeck mit großem Schattensegel und auch genügend Platz zum Sitzen oder Liegen. Nach dem zweiten Tauchgang gibt es ein am Tag vorher bestelltes Mittagessen sowie Softdrinks und Wasser, während das Boot schon Heimatkurs auf Angel Island nimmt. Die Fahrten dauern bis zu 1,5 Stunden je Wegstrecke. Wir besuchten die Tauchplätze Tatawa Besar (2x), Siaba Besar, Aquarium, Crystal Rock, Castle Rock, The Calderon, Batu Bolong (2x), Air Strip (Manta Point im Strömungskanal zwischen den Inseln), Siaba Kecil und White Beach Sand (Manta Putzerstation) vor der Insel Mauan.

Die anschließend ab dem 13.09.2015 geplante Tauchsafari durch den Komodo Nationalpark an Bord der AMBAI ab Hafen Labuan Bajo bis Bima konnten wir aus persönlichen Gründen leider nicht mehr durchführen. So haben wir das freundliche Angel Island Resort am 12.09.2015 Richtung Bali verlassen und von dort die Heimreise nach Deutschland angetreten.


04.2015 Italien/Sizilien/Liparische Inseln (Wandertour, Wikinger Gruppenreise mit Edeltraut Günterberg) Vulkaninseln unter sizilianischer Sonne

Die sieben Liparischen (oder Äolischen) Inseln zwischen Sizilien und der Küste Kalabriens sind mit ihrer wildromantischen, vulkanisch geprägten Landschaft, den herrlichen Küsten dem klaren Meer mit seinen fast schon überzogenem verschiedenen Blautönen ein überaus reizvolles Reiseziel. Üppige Vegetation findet sich vor allem auf Lipari und Salina, skurrile geologische Strukturen zeichnen hingegen die anderen Inseln aus. Besonders Vulcano mit seinen Schlammbädern bietet dem Reisenden ganz besondere Erlebnisse. Ein nächtlicher Aufstieg auf den Stromboli (924 m) ist ein ganz besonderes Erlebnis, wenn der einzige daueraktive Vulkan Europas mit seinen regelmäßigen Eruptionen (alle 20 bis 30 min.) rot glühende Schlacken und aus seinen Kratern in die nächtliche Dunkelheit schleudert. 


09.2014 Indonesien/Nord-Sulawesi/Insel Bangka, Murex Dive Resort (Bunaken, Lembeh Strait), (gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Die Riffe der Insel Pulau Bangka an der Nordspitze Sulawesis bieten mit Steilwänden, sanft abfallenden Hängen und Pinnacles Lebensraum für alle Arten von Skorpionsfischen, Anglerfischen und vielen Nacktschnecken aber auch pelagischen Fischen wie Haien und Napoleons. Während unseres Aufenthaltes auf der Insel Bangka war die Sicht unter Wasser nicht immer gut, sodass ausschließlich das Fotografieren mit Makroobjektiv gut möglich war. Die Strömung war teilweise recht heftig und hat zusätzlich viele Sedimente transportiert. Trotzdem konnten wir am Hausriff vor Bangka eine Herde Büffelkopfpapageienfische, viele Kleinlebewesen und unterschliedliche Zwerg-Seepferdchen vorfinden. Vor Pulisan gibt es noch einige kleinere Steilwände, die allerdings sehr schön bewachsen sind. Größere, zusammenhängende Rifformationen findet man aber in diesem Gebiet leider nur noch selten. Große und kleine Anglerfische lassen sich aber regelmäßig finden. Auch hatte ich hier eine Begegnung mit meinem ersten Blauring-Oktopus.
Obwohl wir bereits in den Jahren 2005 und 2008 im Bunaken Nationalpark waren, haben wir hier während einer Tagestour erneut Tauchgänge an den Riffen des Vulkan Manado Tua durchgeführt. Hier ist die Strömung eigentlich immer recht stark. Eine weitere Tagestour führte uns zurück in die Lembeh Strait, die meine Frau und ich im Jahr 2008 auch schon ausgebieg betaucht hatten. An diesen  sog. "Muck-Diving" Plätzen sind auf schwarzem Lavasand ungewöhnliche Lebewesen (sog. Critters) heimisch. Hier können Tauchgänge sehr spannend sein.


04.2014 Italien/Insel Sizilien (Wandertour) Individuelle Drive and Hike Tour über Sortino, Ragusa, Noto, Syrakus, Francavilla.

Diese Reise war eine abwechslungsreiche Kombination aus den kulturellen Highlights der Insel und Wandertouren. Wegen der teilweise großen Strecken die zu überwinden waren, war ein Auto notwendig. Dadurch konnten wir "Barocke" Städte, prähistorische und antike Ausgrabungsstätten, die von zahlreichen Kulturen hinterlassen wurden, besuchen. Abgerundet wurde die Tour durch abwechslungsreiche Wanderungen durch malerische Dörfer, in denen das Leben noch entschleunigt verläuft und beeindruckende Schluchten, Wanderungen an der schönen Ostküste und später zur Südflanke des Ätna, dem höchsten (ca. 3.400 m) und aktivsten Vulkan Europas.
Unsere Tour startete in Sortino mit der Durchwanderung der Nekropolisschlucht von Pantalica mit ihren in Stein eingearbeiteten Grabkammern und führte uns dann in den Südosten, wo wir vier der acht "Barockstädte", ausgezeichnet als Weltkulturerbe der UNESCO, besichtigen konnten. Als herausragende Zeugnisse spätbarocker Architektur gelten diese teilweise noch gut erhaltenen Städte als die letzten Bauwerke der Blütezeit des Barock in Europa. Danach verweilten wir in der Hafenstadt Syrakus, der einst mächtigsten Stadt der Antike am Mittelmeer. Hier gibt es in der Nähe den einzig in Europa wachsenden Papyrus zu besichtigen. An den jeweiligen Orten führten uns Wanderungen in die abwechslungsreiche Umgebung. Unser Highlight war die Besteigung des Ätna von seiner Südflanke. Bei relativ schönem Wetter konnten wir die gelbe Sicherheitszone auf 3000 m durchqueren (ausschließlich mit Bergführer), mit direkter Sicht auf die drei aktiven Vulkankegel des Ätna.


10.2013 Karibik/Curacao, Tauchen von Westpunt bis hinter Willemstadt

Unsere selbst organisierte Tauchreise nach Curacao führte uns in den Nordwesten der Insel, wo wir in der Apartmentanlage Blou-Lagun wohnten. Auf Curacao taucht man, wie auch auf Bonaire, üblicherweise vom Strand aus. Über die Hälfte der ca. 70 Tauchplätze sind ohne Boot erreichbar. Viele der Plätze liegen im Nordwesten. Ein Mietauto ist deshalb dringend erforderlich, Wir wurden täglich von Harald Weinrich, dem Besitzer der Curacao Divers, mit Flaschen versorgt, da die Apartmentanlage bei unserem Besuch (noch) über keine Kompressoranlage verfügte. Anders als auf der Nachbarinsel Bonaire liegen hier die Tauchplätze nicht immer so nahe beieinander wenn man nicht nur im Westen der Insel tauchen möchte. Wir haben während unserer 14-tägigen Tour ca. 1500 km mit dem Auto zurückgelegt. Tauchplätze, wie das Wrack der "Superior Producer", nahe der Hafeneinfahrt von Willemstadt, entschädigen aber für die Anfahrt aus dem Westen der Insel. Natürlich finden sich auch hier die typischen karibischen Säulenschwämme und unterschiedliche Weichkorallen. Schildkröten und verschiedene Nacktschnecken waren ebenfalls zu beobachten. Leider gibt es auch hier keinen Großfisch mehr. Auch die kleineren Fischschwärme waren während unseres Besuchs nur selten auszumachen. Willemstadt hat mit seinem Fort, der Altstadt und der verfahrbaren Brücke über der Wasserlinie der Hafeneinfahrt aber auch etwas für "Tage ohne Pressluft" zu bieten.


08.2013 Italien/Umbrien (Wandertour) Von Spoleto nach Assisi, Individuelle Standortwanderreise mit den 3 Standorten Spoleto, Trevi und Assisi.

Umbrien gilt als das grüne Herz Italiens" - Olivenhaine, uralte Steineichenwälder, bunte Wildblumen und Weinberge bedecken die Hügel und Berge dieser beachtenswerten Region. Unsere täglichen Wanderungen führten uns entlang der Hänge und Bergflanken des Valle Umbra, mit immer wieder weiten Ausblicken auf die abwechslungsreiche Landschaft. Auf Bergrücken gedrängt liegen dort mittelalterliche Städte wie Spoleto, Spello und Trevimit mit ihren engen, verwinkelten Gassen. Am Ende unserer Wanderreise erreichten wir Assisi, wo die über und über mit Fresken geschmückte "Basilica di San Francesco" das ganze Jahr Pilger aus aller Welt anzieht. Auf den Spuren des Heiligen Franziskus von Assisi, der in dieser Gegend lebte und wirkte, wanderten wir über weite Strecken auf dem Weitwanderweg "Via Francigena di San Francesco", ein Pilgerweg, der über Assisi nach Rom führt. Am Ende unserere Wanderreise verbrachten wir noch einen herrlichen Abend im alten römischen Stadtviertel Trastervere, einem ehemaligen Arbeiterviertel. Überproportional viele alte Wohngebäude und enge Gassen machen diesen alten Stadtteil, der den meisten Vierteln des historischen Stadtzentrums Roms auf der rechten Tiberseite gegenüberliegt, zum Anziehungspunkt für Touristen, Einheimische und Fotografen. Viele Speiselokale, Bars und Vinotheken laden hier zum Verweilen ein.


04.2013 Ägypten/Marsa Alam, Oasis Dive Club

Das Oasis Diving Center liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Marsa Alam, am gleichnamigen Hotel „The Oasis“. Es gibt einen Steg, der über das Saumriff zum Hausriff führt. Die gemeinschaftlich von den Sinai Divers und Werner Lau geführte Basis verfügt über einen offenen Empfangsbereich mit Check-In Schalter, kleinen Shop, Werkstatt, Schulungsräumlichkeiten, einen belüfteten Trockenraum für Gästeequipment und eine Open Air Taucherbar. Wir haben hier hauptsächlich Tauchgänge an der Küste von Land durchgeführt. Die Tauchplätze der Region sind relativ abwechslungsreich und zeigen die ganze Vielfalt des Roten Meeres. Das anfangs leicht abfallende und als Drop-Off endende Hausriff ist über den Steg leicht zugänglich, und bietet schöne Tauchmöglichkeiten, sowohl für Einsteiger als auch für Profis. Neben farbenfrohen Korallenformationen und vielen typischen Riff-Fischen, sind gelegentlich auch größere vorbeiziehende Meeresbewohner (Delfine, Schildkröten, Mantas, Haie) zu beobachten. Bei einer Tagesausfahrt mit dem Schiff hatten wir eine längere Begegnung mit Spinnerdelfinen unter Wasser. Die Pkw-Ausfahrten führten zu sehr unterschiedlichen Tauchplätzen mit Höhlen, Canyons, Seegraswiesen, Steilwänden und schönen Hart- und Weichkorallen. Bei einer dieser Landausfahrten wurde unser mit einem separaten Pick-Up transportierten Tauchgepäck aufgrund eines vom Fahrer verursachten Unfalls fast zu 100% zerstört, sodass Tauchen nur noch mit Leihausrüstung möglich war. Der gesamte Schaden wurde uns in den nachfolgenden Monaten von der Firma Werner Lau vollständig ersetzt.


10.2012 Italien/Kampanien (Wandertour) Amalifküste "Bella Italia". Individuelle Wanderreise von Minori nach Positano.

Die Amalfiküste wird gerne auch als die "göttliche Küste" bezeichnet. Auf jahrhunderte altenTreppenwegen und Maultierpfaden wanderten wir zu den Natur- und Kulturschätzen einer überwältigenden Küstenlandschaft, die als eine der schönsten in Europa gilt. Steile Berghänge, das türkisblaue Meer, farbenprächtige Vegetation und romantische Buchten gab es zu bestaunen. Wir besuchten steil in Fels gebaute Küstenorte und Bergdörfer und folgten Wanderpfaden durch Felslandschaften, mediterrane Macchia (immergrüne Gebüschformation der mediterranen Hartlaubvegetationszone) mit Wildblumen und Kräutern, Olivenhaine und Weinberge. Dabei gab es herrliche Aussichten auf das Mittelmeer und die Küstenregion. Wir sind an Klöstern, Festungen und alten Farmhäusern vorbeigekommen. Die historischen Highlights dieser Wanderreise waren Amalfi, die erste Seerepublik Italiens mit dem bekannten Dom und seiner türkischen Hoztür, Atrani mit verwinkelten Gassen, Ravello, der ehemalige Bischofssitz, und Positano, einst Heimat von Schriftstellern und Musikern.


03.2012 Philippinen/NegrosDumaguete/Dauin - Amontillado Beach & Dive Resort und Cebu/Moalboal – Dolphin House Resort & SPA (gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Diese Tauchreise führte uns auf die philippinischen Inseln Negros und Cebu, die zur Inselgruppe der inneren Visayas gehören. Das Amontillado Beach & Dive Resort liegt außerhalb des kleinen Ortes Dauin, direkt am Meer mit schwarzen Lavasandstrand und mit Blick auf die weltberühmte Taucherinsel Apo Island. Das Tauchen fand hier hauptsächlich an der Küste von Dauin statt, wo auch die meisten der bekannten Tauchresorts angesiedelt sind. Freunde des "Muck-Diving" sind hier am richtigen Platz. Ähnlich wie in der Lembeh Strait, kann man hier viele ungewöhnliche Meeresbwohner (Critters) vorfinden. Und natürlich als Nahziel Tauchen vor der Insel Apo. Großfisch war auch vor Apo nicht mehr zu beobachten. Bei einer Tagestour trafen wir auf unseren ersten Walhai, der allerdings von einheimischen Fischern angefüttert wurde. Das ist sehr umstritten und auch grundsätzlich abzulehnen, weil es das Verhalten dieser Tiere massiv verändert. Von dem Trubel an diesem Tauchplatz abgeschreckt, werden wir von solchen Taucherattraktionen zukünftig absehen und Walhaibegegnungen weiter dem Zufall überlassen. Nach zehn Tagen wechselten wir auf die Insel Cebu. Das ruhig gelegene Dolphin House Resort & Spa befindet sich im Südwesten der Insel, etwa 5 Kilometer von Moalboal entfernt. Die Anlage liegt auf einer kleinen Klippe, direkt am Wasser und bietet einen wunderschönen Blick auf das Meer und die vorgelagerte Insel Pescador. Gleich nebenan befindet sich der feinsandige White Beach, nur wenige Gehminuten vom Resort entfernt. Der Tauchbetrieb hier war sehr gut organisiert. Die meisten Tauchgänge fanden allerdings vor der Insel Pescador statt. Das eigene Hausriff fanden wir bei unseren Tauchgängen nicht so attraktiv. Es gab sehr viel feinen Sand in den Riffen, der überall herunterrieselte, viele Korallen bedeckte und für eine teilweise schlecht Sicht sorgte. Möglicherweise die Nachwehen eines Mini-Tsunami, der Monate vorher diesen Küstenabschnitt heimsuchte.


10.2011 Italien/Sardinien (Wandertour) Wilde Insel Sardinien, Indiviualreise mit den 3 Standorten Oliena, Dorgali, Santa Maria Navarrese.

Wanderreise durch den wilden Osten Sardiniens. Von den Bergen des Supramonte wanderten wir durch die Barbagia hinunter bis zur Ostküste am Golf von Orosei. Das gewaltige Kalksteinmassiv Supramonte ist durchsetzt von schroffen, weißen Felswänden, weiten Hochebenen, Höhlen und Schluchten, aber auch von grünen Tälern mit Weinanbau und Olivenhainen. Steineichenwälder, Feigenbäume und Oleander finden sich entlang der Wanderwege. Die Flora und Fauna Sardiniens gehört zur artenreichsten Italiens. Im Nationalpark Golfo di Orosei blühen Pfingstrosen, Orchideen und Lilien. Zistrosen und Ginster sorgen im Frühjahr für ein buntes Blütenmeer. Im Herbst leuchten die Früchte des Erdbeerbaums rot.


03.2011 Indonesien/Westpapua/Raja-Ampat und Banda-See, Tauchsafari "Long Adventure" von Sorong nach Ambon mit der AMIRA,(gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Wer bereits mit Safarischiffen unterwegs war, der wird nach einer Tour mit der AMIRA sicher immer wieder den Vegleich suchen. Das aus Holz auf einer indonesischen Werft gebaute Schiff ist speziell von Tauchern für Taucher entworfen worden und bietet jeden Komfort, inklusive eines gut ausgestatteten Kamerraumes. Im Achterdeck gibt es eine große Taucherplattform, wo die gut motorisierten Zodiacs kurz an- und ablegen, um die Taucher und Guides zu den Tauchplätzen zu fahren. Wir waren immer in kürzester Zeit im gebrieften Tauchgebiet und mußten nie nach dem Auftauchen auf Abholung warten. Sehr gut durchorganisiert, ging das 14 Tage so. Angeboten wurden drei Tauchgänge am Tag und ein Nachttauchgang. Im Nationalpark Raja Ampat trafen wir noch auf die in den Weltmeeren wenig verbliebene Artenvielfalt bei Weich- und Hartkorallen und auch Fischen. Es gab noch intakte Riffe. Allerdings lag auch hier der fotografische Fokus mehr im Makrobereich. Großfisch und größere Fischschwärme konnten wir bei unseren Tauchgängen nur selten beobachten.


09.2010 Indonesien/Bali/Tulamben, Alam-Batu Resort und Pondok-Sari Beach & SPA Resort, (gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Das Alam Batu Resort liegt an der Nordostküste Balis in einer schönen Bucht mit schwarzem Lavasand. Die Anlage ist recht geschmackvoll angelegt und liegt in einer schönen Gartenanlage, in der die Bungalows integriert sind. Vor Tulamben liegt das Wrack der "Liberty", ein Versorgungsschiff, das zuletzt im Dienst der United States Army stand. Hier hatten wir Gelegenheit, den standorttreuen großen und schon sehr alten Barracuda zu fotografieren. Bei einem Early Mornig Dive an diesem Wrack konnten wir die dort schlafende Herde Büffelkoppapageienfische beobachten. Viele andere Fische und Kleintiere haben sich am Wrack angesiedelt. Das Wrack selbst ist sehr schön bewachen und an einigen Stellen schon stark verfallen. Am Alam-Batu Hausriff konnten wir regelmäßig Zwerg-Seepferdchen beobachten und fotografieren.
Nach 12 Tagen siedelten wir in das weiter nordwestlich an einem feinsandigen Lavastrand in der Nähe des Fischerdorfes Pemuteran gelegene Pondok-Sari Beach & SPA Resort um. Von hier wurden täglich Ausfahrten zu den Tauchplätzen der Insel Nusa Menjangan und den vorgelagerten Riffen angeboten. Das vorgelagerte Hausriff besteht aus einem künstich agelegten Reef-Project. Hier wird versucht, verschiedene Korallenarten wieder anzusiedeln und damit wieder Rifffische anzulocken. Der Parcour war eher für Tauchbeginner geeignet. Es gab sehr viel Sedimente im Wasser. Zum Fotografieren war das "Hausriff" nur wenig geeignet. Das Tauchen vor der unter Naturschutz stehenden Insel Menjangan war recht spannend. Hier gab es einige schön bewachsene Steilwände. Leider konnten wir in der Bucht von Gilimanuk, auch Secret Bay wegen ihrer dort ansässigen seltenen Tiere wie Anglerfische, Seepferdchen und Nacktschnecken genannt, nicht betauchen, weil es angeblich nie genügend Interessenten für eine Fahrt dorthin gab. Manchmal ist es für Basenbetreiber eben bequemer, nur die Tagestour abzuhaken, wie schade für uns.


05.2010 Frankreich/Provence (Wandertour) Verschwundene Dörfer der Haute Provence.

Diese von David Schulte (Wikingerreisen) geführte Insider-Trekkingreise ist nur als Gruppenreise möglich, weil es eine individuelle Versorgung durch Gaststätten oder Hotels bei diesem Trekking durch das Gebiet nicht gibt. Zwischen den Südalpen und der Provence, noch relativ unbekannt, hat die örtliche Forstbehörde ein einzigartiges Projekt geschaffen: In verfallenen Dörfern, die vor 100 Jahren von ihren Bewohnern verlassen wurden, hat sie einzelne Häuser wieder aufgebaut, die nun als Unterkunft für Wanderer dienen. Am Tag der Ankunft wird die Wandergruppe von ortsansässigen Familien bekocht und versorgt. Diese sehr spannende Wanderung führte uns durch geheimnisvolle Tannenwälder, einsame Hochweiden, sonnendurchflutete Geröllfelder, Kalksteinfelswände, Lärchenwälder und Schluchten - tief eingeschnitten durch kühle Gebirgsbäche. David Schulte hat uns dabei immer wieder mit seinem Wissen über diese schöne, wiederentdeckte und neu aufgeforstete Landschaft überzeugt.


10.2009 Italien/Emiglia Romagna (Wandertour) Corno alle Scale: Individuelle Wanderreise mit 3 Standorten.

Der Gebirgszug des Apennin erstreckt sich von Ligurien bis zu den Abruzzen quer über den italienischen Stiefel. Die Gebirgsregion zwischen den Kulturstädten Bologna und Florenz ist ein nur wenigen Italienkennern bekannter Abschnitt, der einige der besten Wanderungen Italiens zu bieten hat. Idyllische Dörfer stehen hier auf niedrigeren Hängen. Dahinter ragen mächtige Berge bis fast 2000 m auf. Der Naturpark Corno alle Scale hat in Bezug auf Landschaft, Flora und Fauna, aber auch Küche und Keller nur das Beste zu bieten. Der Park trägt den Namen des höchsten Gipfels der Region. Der imposante Berg erreicht eine Höhe von 1.945 m.  Wir haben den Corno alle Scale natürlich bestiegen. Die herrliche Landschaft, bereits geprägt durch die fortschreitende Herbstzeit und der klaren Luft, hat uns tolle Farben und herrliche Laubfärbungen der Bäume beschert. Bäche und Wasserfälle, aber eben auch die Macht der hohen Berge, prägen den Charakter dieser imposanten Landschaft.


08.2009 Ägypten/Wady Quonay/ Hotel Happy Life Village, Dahab

Kurztripp für eine Woche in ein Familienhotel mit meiner Nichte nach Dahab. In dieser Zeit habe ich dort einige Tauchgänge unternehmen können. Die Bucht vor dem Wady Quonay war leer gefischt. Unter Wasser dominierte eine einzige Art von Hartkoralle. Insgesamt recht langweilig. Aber das Ziel war ja Entspannungsurlaub an den Poolanlagen des Happy Life Village, den meine Nichte sehr genossen hatte.


05.2009 Indonesien/Molukken/Saparua, Cape Paperu Resort & SPA, (gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Im Mai landeten wir auf Ambon, einer Insel in der Provinz Maluku. Nach einer recht langen Fahrt mit dem Auto kamen wir an einem kleinen Hafen an und wurden von Kurt Gross, der zusammen mit seiner Frau Eliane das Cape Paperu Resort  auf der Insel Saparua aufgebaut hat, begrüsst. Die Tauchgebiete um die Inseln Saparua, Molana, Nusa Laut und Haruku gehören zu den besten der Welt. Sie bieten üppige Korallengärten, Steilwände und Sandflächen und noch recht viel Fischreichtum. Wir haben vor Saparua einige Nachttauchgänge unternommen, weil sich in der kleinen Bucht vor dem Strand eine kleine Seegraswiese befand, in der es einiges zu entdecken gab. Der fotografische Schwerpunkt lag auch in diesem Tauchgebiet in der Makrofotografie.


10.2008 Italien/Emiglia Romana/Ligurien (Wandertour) Über das Apennin-Gebirge zum Meer. Individuelle Trekkingreise

Eine spannende Trekkingtour und ein großartiges Bergerlebnis erwartete uns. Wanderungen auf der "Via Vandelli" durch die Bergwelt der Emilia Romagna und den Apuanischen Alpen bis zur toskanischen Küste. Wir folgten auf mehreren Strecken der ehemaligen Handelsroute, die 1739 durch den Mathematiker Domenico Vandelli angelegt wurde. Aus dem emilianischen Flachland führt diese zum Gebirgskamm des Apennin-Gebirges beim Monte Cimone hoch und weiter durch die ­Toskana und die Apuanischen Alpen bis zum Tyrrhenischen Meer. Ausgangspunkt dieser Tour war für uns die Stadt Modena (hier wird der Beste Aceto Balsamico hergestellt) in der fruchtbaren Padana Ebene. Die ersten Etappen querten die grünen Modeneser Hügel mit Weingütern und zahlreichen Burgen und Schlössern. Weiter führte uns der Weg in die höher aufsteigenden Berge und in einsamere Gegenden mit beschaulichen Bergdörfern. Bei starkem Regen und dichtem Nebel, der uns die Orientierung im Wald und auf den Bergrücken trotz Karte und Beschreibung sehr erschwerte, ging es zum idyllisch gelegenen Gletschersee Lago Santo, der von hohen Felswänden eingerahmt wird. Entlang der Wasserscheide zwischen Emilia Romagna im Norden und der Toskana im Süden wanderten wir mit herrlichen Panorama-Ausblicken auf die Apuanischen Alpen zu. Bevor das Mittelmeer zu sehen war, übernachteten wir hinter den dicken Mauern eines Hotels im über 1000 Jahre alten Bergdorf San Pellegrino, das hoch über der Region der Garfagnana thront und bei klarer Sicht einen einmaligen Ausblick bietet. Am nächsten Tag führte uns der Weg über 1000 m steil hinunter nach Castelnuovo. Danach bestiegen wir die die kargen Felsrücken und Marmorberge der Apuanischen Alpen. Hier wird der weltweit bekannte Carrara-Marmor industriell abgebaut. Über einen Bergrücken gelangten wir schließlich auf die toskanische Seite. Hier begann der Abstieg zum Schlussziel unserer Reise, den Ferienort Marina di Massa, direkt am Meer gelegen.


04.2008 Indonesien/Nordulawesi, Insel Lembeh (Lembeh Resort) und Insel Gangga (Gangga Island Resort), (gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Angeregt von Berichtenin den bekannten Unterwasserzeitschriften besuchten wir für vier Tauchtage die kleine Insel Lembeh vor der Küste von Nord-Sulawesi und mieteten uns im bereits gebuchten Lembeh Resort ein. Lembeh ist von der größeren Insel Sulawesi durch eine über 100 m tiefe, ca. 19 km lange Wasserstrasse, der Lembeh-Strait, getrennt. Die Unterwasserlandschaft in den betauchbaren Regionen besteht hier aus feinem Lavasand. Wegen ihrer einzigartigen und teilweise bizarren Tierwelt (sog. Critters) ist die Lembeh Strait weltweit bei Tauchern bekannt. Hier leben Tiere, die an den üblichen Tauchplätzen oft nicht zu finden sind. Die Lembeh Strait war das ideale Ziel, um meine neue UW-Kameraausrüstung zu testen (Olympus E-410 im Ikelite-Gehäuse und Ikelite Blitz DS125). Bestückt mit einem hochauflösenden 50mm Makroobjektiv (100 mm KB) konnten wir einige Fotos aus der Welt der "Critters" und Makrowelt an diesen sogenannten "Muck-Diving" Plätzen auf die Speicherkarte bannen. 
Nach dieser Zeit ließen wir uns von Lembeh abholen und auf die Nordsulawesi vorgelagerte Insel Gangga übersetzen. Gangga ist mit ca. 1,5 km Länge und zwei kleinen Dörfern eine beschauliche und übersichtliche Insel. Von hier aus hatten wir sehr gute Möglichkeiten die Riffe der näheren Umgebung zu betauchen. Hier an der Grenze zwischen indischem und pazifischem Ozean sind die Tauchmöglichkeiten recht vielfältig. Die Tauchplätze liegen in der Umgebung im Kanal zwischen Gangga und Sulawesi", oder man fährt mit dem Boot Tauchplätze im Bunaken Nationalpark an, den wir im Jahr 2005 mit den Froggies Divers aus Bunaken ausgiebig betaucht hatten. Tieftauchen und Steilwandtauchen ist ebenso möglich wie das Tauchen auf leicht abfallenden Sandflächen (Slopes). Um die 30 Tauchplätze im Gangga, - und im etwas weiter entfernten (ca. 30 Bootsminuten) Bangka-Archipel wurden uns im Jahr 2008 angeboten.


09.2007 Italien/Ligurien (Wandertour) Malerisches Cinque Terre. Individuelle Standortwanderreise.

Diese Region des unter Naturschutz stehenden Abschnitts der Ligurischen Riviera ist als Nationalpark ausgewiesen, in dem nichts gebaut oder verändert werden darf. Im Jahr 1997 wurden die Cinque Terre in das UNESCO Welterbe aufgenommen.
Fünf malerische Dörfer, Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, gebaut auf den steilen Felsen über dem Ligurischen Meer war Ziel unser Wanderungen. Auf kleinstem Raum bietet diese idyllische, kleine Region individuelle und schönen Wanderungen durch Weinberge und Macchia, durch Gemüsegärten, Eichenwälder und Olivenhaine. Maultierpfade mit herrlichen Ausblicken auf die Küste führen hoch über dem Meer entlang. Die Wanderungen führen auf einem der schönsten Küstenwanderwege Europas bis zum südlichsten Zipfel der Landzunge vor La Spezia. Gewohnt haben wir aber entfernt vom Touristenansturm, der sich täglich durch die sehenswerten Dörfer ergießt. Der kleine und ruhige Ort Bonassola mit seinem Hotel Lungomare diente uns als Ausgangspunkt für die Erkundung der relativ überschaubaren Region, die Hauptziel unserer Wanderungen war. Durch die regionale Eisenbahnlinie sind die 5 Dörfer miteinander verbunden und schnell erreichbar. Beachtenswert waren aber auch unsere Wandertouren, die uns von den Dörfern auf die weiter im Hinterland liegenden Höhenwege und bewaldeten Berge führte, immer mit Blick auf die malerische Küste.


05.2007 Indonesien/Alor-Archipel, Insel Pantar (Alor-Divers), (gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Um einige der exklusivsten Tauchplätze Indonesiens zu sehen nahmen wir eine Anreise von ca. 36 Std. in Kauf. Die Reise führte uns in das kleine, abgeschieden gelegene Tauchresort der Alor-Divers. Die zweitgrößte Insel im Alor-Archipel liegt im nördlichen Teil der Straße von Pantar. Die Tauchbasis und das Resort wurde im Jahr 2006 vom französischen Tauchlehrer Gilles und seiner slowenischen Frau und Rettungstaucherin Neya eröffnet. Ein Großteil der Tauchplätze liegt nur 5 bis 30 Minuten von der Tauchbasis entfernt. Uns erwartete eine beeindruckende Unterwasserwelt mit recht großer Artenvielfalt, einigen Großfischen, seltenen und ungewöhnlichen Fischen (Critters) und das wohl grösste zusammenhängende Feld verschiedener Anemonenarten. Wegen der Lage der Tauchplätze zwischen kleineren Inseln und auch zwischen Pantar und der Insel Pura können die Strömungen hier sehr stark und unberechenbar sein. Es gibt allerdings auch eine Reihe von Tauchplätzen, an denen die Strömungen weniger stark sind. Wärend unseres Aufenthalts betauchen wir die Plätze Diatagang, Current Alley (sehr starke Strömungen möglich), Bama Wall (hier konnten wir einen Mondfisch beobachten), Rumah Biru und Mandarin Slope (hier waren untypischerweise auch tagsüber Mandarinfische zu sehen). Trotz der anstrengenden Anreise ist Pantar sicher eine der schönsten Tauchdestinationen und vielleicht sogar eine zweite Anreise wert.


03.2007 Portugal/Madeira (Wandertour) Küsten und Levadas. Individuelle Wanderreise von Ort zu Ort im Hochgebirge und an der Küste

Die Spitzkegelinsel Madeira liegt inmitten einer subtropischen Klimazone und wird vom Golfstrom umspült. Das Gebirgsmassiv ragt mehr als 1.800 m in die Höhe und bietet bei wolkenlosem Himmel atemberaubende Ausblicke. An Steilhängen angelegte Terrassenfelder und vor allem ein ausgetüfteltes System offener Wasserleitungen mit geringem Gefälle, die "Levadas", zeugen von der beschwerlichen Feldarbeit und den Bewässerungsproblemen vergangener Epochen. Bei dieser abwechslungsreichen Wanderreise durchquerten wir den östlichen Teil Madeiras mit seinen vielen reizvollen und zerklüfteten Küstenabschnitten. Dabei führte uns der Weg entlang an einigen der schönsten Levadas, dem über Generationen künstlich angelegten Bewässerungssystem Madairas. Am Tag, an dem wir den höchsten Gipfel der Insel, den 1.869 m hohen Pico Ruivo, bestiegen, war es leider sehr feucht, nebelig und stark windig. Der Untergrund war teilweise gefährlich glitschig, sodass wir die grandiose Aussicht, die wir bereits von Bildern kannten, leider nur erahnen konnten. Eine Wiederholung der Besteigung war leider aus organisatorischen Gründen nicht möglich.


07.2006 Italien/Ligurien, Santa Margarita Ligure (Wandern, Tauchen) Selbst organisierte Standortwanderreise zu den Pinienwäldern von Portofino.

Über herrliche Panorama-Wanderwege durch kleine Dörfer im Landesinneren Liguriens und zu den malerischen Hafenorten Camogli und Portofino. Die Gegend um die Halbinsel von Portofino ist neben den Cinque Terre der schönste und auch berühmteste Abschnitt der gesamten ligurischen Küste. Die Halbinsel steht komplett unter Naturschutz. Wanderungen in einer wilden, unverbauten Küstenlandschaft bieten einmalige Erlebnisse. Dabei konnten wir berühmte und viel besuchte Orte wie Camogli, Rapallo oder den mondänen Hafenort Portofino besuchen. Das Softeis auf der Piazza von Portofino und dazu ein Cafè schmeckten einfach herrlich, wenn wir aus dem waldreichen, nach Baumharz riechenden, bergigen Hinterland zur Küste hinabstiegen und in den feinen Hafenenorten eine Pause einlegten. Während unseres Aufenthaltes konnten wir mit Leihausrüstung Tauchgänge vor der Küste bei Santa Margarita Ligure durchführen und die zerklüfteten und bunt bewachsene Felsen der Unterwasserwelt besuchen.


05.2006 Malediven/Ari-Atoll, Insel Bathala

Bathala ist eine kleine Insel und liegt im Nordosten des Ari-Atolls, ca. 56 km von Male entfernt. Die Insel hat eine Ausdehnung von 150 Meter in der Länge und 300 Meter in der Breite und ist von einem Hausriff umgeben. Bathala gehört noch zu den richtigen Barfuss-Taucherinseln, mit einem herrlichen Sandstrand rundherum. Davon findet man leider nur noch wenige auf den Malediven. Wer gerne taucht, und auf den jetzt auf den Malediven üblichen Luxus verzichten kann, der ist auf dieser Insel sicher richtig. An der Ostseite befindet sich der Tauchplatz Bathala Tila. Während unseres Aufenthaltes wurden verschiedene Tauchplätze angefahren, darunter auch der bekannte Fishead, Maaya Tila, Maaga Tila “Shark Point”, Halaveli Wrack und andere. Mindestens einmal pro Woche wurden Nachttauchgänge und auch Tagestouren angeboten, die zu anderen sehenswerten Tauchspots im Atoll führen. Das die Insel umgebende Hausriff war über vier Einstiege erreichbar und bot Steilwände und Überhänge. Die Flaschen wurden zu den Eingängen gebracht, sodass ein Schleppen der Ausrüstung über die Insel nicht erforderlich war.


10.2005 Indonesien/Nordsulawesi, Insel Bunaken - (Froggies Divers Resort, Froggies Divers), (gebucht bei Aquaventure Tauchreisen)

Im Jahr 2005 besuchten wir erstmalig Indonesien. Ziel war die Insel Bunaken, gelegen im gleichnamigen unter Naturschutz stehenden Marine-Nationalpark, nordwestlich der Insel Sulawesi. Das Froggies Dive Resort war damals recht einfach ausgestattet. Das Resort versteht sich in erster Linie als Tauchbasis, die Ihren Tauchgästen auf Ihren Tauchreisen auch Unterkunft anbietet. So kamen wir während unseres Aufenthalts bei Foggies einige Zeit ohne warmes Wasser aus, weil es nur das in Inonesien bei den Einheimischen übliche Schöpfkellenbad gab (Mandi). Wir hatten während der geamten Zeit einen festen Diveguide an unserer Seite, der uns zielgerichtet die detailreiche Unterwasserwelt um Banaken zeigte. Angeboten wurden 2 Bootstauchgänge am Tag. Bis zu 30 Tauchplätze standen zur Auswahl, die alle schnell erreichbar waren (Fahrzeit ca. 5 bis 30 Minuten). Beeindruckend schön waren die reich bewachsenen Steilwände um Bunaken mit Gorgonien, Peitschenkorallen, Tonnenschwämmen sowie Hart- und auch Weichkorallen. Bei den Tauchgängen konnten wir Weissspitzen-Riffhaie, Schildkröten, Seeschlangen, Anglerfische, Geisterpfeiffenfische, Pygmäen- und Zwerseepferdchen beobachten. Von Bunaken aus kann man sehr schnell auch die Lembeh Strait erreichen. Aber das ist die Geschichte einer späteren Reise.


04.2005 Spanien/La Gomera (Wandertour) Durch Bergdörfer und Zauberwald. Geführte Trekkingreise

La Gomera ist die zweitkleinste und wildeste der Kanarischen Inseln. Von steilwandigen Schluchten durchzogen sind die Täler von malerischen Palmenhainen, Terrassenfeldern und kleinen Siedlungen geprägt. Das Bergland wird dominiert von dichtem Lorbeerwald, der seit 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Wanderungen führten uns auf alten Bauernpfaden, durch spektakuläre Barrancos und verlassene Dörfer nach Hermigua und Agulo. Weiter von Vallehermoso nach Las Hayas und El Cercado. Von Chipude überquerten wir einen Gebirgssattel bis zur Abbruchkante. In einem grandiosen, sich in das Tal windenden steilen Abstieg folgten wir dem felsigen Pfad in das Valle Gran Rey. Im Anschluss folgte noch eine schöne Rundwandertour bei Jerdune.


01.2005 Philippinen/Central Visayas, Insel Bohol (Bohol Beach Resort)

Mit dem Werbeslogan "10° (Grad) über dem Äquator" in einer bekannten Tauchzeitschrift wurden wir aufmerksam auf das Bohol Beach Resort, gelegen in der Bucht von Guindulman auf der Insel Bohol. Die Insel liegt südöstlich von Cebu. Die Anreise gestaltete sich sehr einfach über Cebu und einer Fähre nach Bohol. Das Resort liegt sehr schön in einem Palmengarten oberhalb einer kleinen Klippe, mit Blick über die Bucht von Guindulman. Das Tauchen war perfekt organisiert und fand rund um die Uhr statt. Die Tauchausrüstung wurde von Trägern über eine Treppe an den allerdings sehr kleinen Strand getragen und schon konnte es losgehen. Weiter entfernte Tauchplätze am Hausriff oder anderen Plätzen wurden mit Schlauchbooten angefahren. Das Hausriff gestaltete sich als sehr spannend. Wir tauchten hier oft nachts, um die schönen Bobtail Squids (sehr kleine, rundliche Tintenfische) Spanische Tänzerinnen und Seehasen zu beobachten. Hier machten meine Frau und ich unsere ersten Erfahrungen mit der Unterwasserfotografie, aber auch mit den damit verbundenen Schwierigkeiten. Natürlich waren die Ergebnisse noch nicht berauschend, aber doch bereits gut genug, um mein Interesse an der Fotografie unter Wasser beizubehalten.


10.2004 Malaysien/Inseln Mabul  (SMART Divers) und Sipadan (Tagestouren)

Für eine Hamburger Tauchschule begleitete ich im September eine Gruppe von Tauchern auf die Insel Mabul. Das zu Malaysia gehörende Eiland liegt in der Celebessee, vor der Ostküste Borneos. Während unseres Aufenthaltes wurden von der Tauchbasis SMART-Divers hauptsächlich Tauchgänge vor der Insel Sipadan und Mabul durchgefüht. Sipadan ist die Heimat vieler Meeresschildkröten und Weißspitzenriffhaie. Tauchgänge vor dem auf Stelzen auf einer Sandbank stehenden Wasser-Resort Kapalai wurden ebenso angeboten. Interessant war auch ein Tauchplatz unter einer alten Bohrinsel, in der Nähe von Mabul. Weitere Tauchplätze vor Sipadan sind z. B. Corla Garden,  Hanging Gardens, Lobster Lairs, North Point, South Point, Staghorn Crest, The Jetty, Turtle Cavern, Turtle Patch, West Ridge, Whitetip Avenue (viele Weißspitzenriffhaie), Midreef oder The Drop Off. Die Tauchgänge an diesen Plätzen fanden als Driftdives statt und endeten oft in tiefer führende Riffausläufer. Unter Sipadan liegt die "Turtle Tomb" Höhle. Der Eingang befindet sich in der Nähe vom Barracuda Point, in ca. 16 m Tiefe. Warnschilder im Eingangsbereich der Höhle weisen darauf hin, dass man hier sein Leben verlieren kann, wenn man ohne Spezialkenntnisse -und Ausrüstung hineintaucht. Der Tiefenlevel beträgt zwar nur 17 bis ca. 23 m, jedoch ist der Tunnel sehr lang. Es fällt kein Licht hinein. Dazwischen gibt es immer wieder seitliche Gänge, in denen man sich verirren kann. In der eigentlichen Höhle (Kathedrale) findet man die Skelette von Schildkröten, die hier ertrunken sind. Man kann auch das Skelett eines Delfins hier finden. Die Natur hat in der Kathedrale ein kleines Fenster in der Höhlenwand gelassen, aus dem man nach "draussen" sehen kann. Groß genug für eine Schildkröte, aber als Rettungsweg für einen Taucher viel zu klein. Meine Frau und ich betauchten diese Höhle mit einem ausgebildeten Cavern-Instructor. Das Auslegen von Reels (Sicherheitsleinen) und das Ablegen zusätzlicher Reserveflaschen an verschiedenen Stellen für den Rückweg war oberste Pflicht und ist dringend angeraten. Ebenso das Mitführen verschiedener Lichtquellen. Ohne Licht findet man nur zurück, wenn man die ausgelegte Leine findet und in die richtige Richtung taucht.


05.2004 Spanien/Mallorca (Wandertour) Mallorca Nordwesten – Von Finca zu Finca. Geführte Trekkingtour. Verlängerungstour Pollença 

Die Bergwelt Mallorcas besticht durch spektakuläre Kalk- und Sandsteinformationen, wilde, abgelegene Felsbuchten, einsame Gebirgsregionen und urwüchsige Steineichenwälder, dazwischen alte Dörfer. Diese Trekkingtour von einer Finca zur anderen führte uns durch die Berge im Westen der Insel vom Balitxtal über Cala Tuent bis nach Soller und Deya. Ein großer Teil Mallorcas besteht aus noch unberührter Natur. Ein ca. 60 Kilometer langer Gebirgszug, die Serra de Tramuntana, prägt mit Gipfeln bis zu 1445 m Höhe das Gesicht der nordwestlichen Steilküste. Die Wanderungen gingen durch sanfte Täler und tiefe Schluchten, vorbei an gewaltigen Steilküsten, versteckten Buchten und romantischen Bergdörfern, wie Deiá, Valldemossa und Fornalutx. Ein besonderes Erlebnis war der Aufstieg zum Aussichtsgipfel Puig de Massanella, mit 1365 m der höchste frei zugängliche Berg auf Mallorca, von dessen Gipfel man einen traumhaften Ausblick über die ganze Insel genießen kann. Ein sich anschließendes Verlängerungsprogramm führte uns nach Pollença. Hier wollten wir eigentlich noch eine Woche lang die Küste betauchen. Wegen einiger widriger Umstände konnten wir aber nur wenige Tauchgänge in die Blaue Grotte und an anderen Plätzen unternehmen. In der Clubanlage schlossen wir uns deshalb einem Bergführer an, der täglich Wanderungen auf die im Norden gelegene Halbinseln Formentor und Victoria durchführte. Wir wanderten wir bis zum Cap Formentor mit seiner schroffen Steilküste und stillen Buchten. Auch die traditionsreichen Orte Pollença und Alcúdia haben sich den Stolz ihrer jeweiligen Schönheit bewahren können. Außergewöhlich nett fanden wir, das bei diesen Tagestouren auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz kamen. Täglich waren typische Speisen frisch vom Markt und eine Flasche Rotwein im Wanderrucksack unseres Bergführers, der immer einen beschaulichen Platz fand, damit wid diese Mahlzeiten in der schönen Natur des nördlichen Mallorcas genießen zu können.


11.2003 Ägypten/ Rotes Meer/Marsa Alam, Hamata (Orca Diveclub Hamata im Hotel Zabargad)

Hamata gehört zu den südlichsten “Urlaubsregionen” am Roten Meer für Taucher und Schnorchler, nicht weit entfernt liegt sie sudanesiches Grenze. Vom Zielflughafen Marsa Alam sind es noch ca. 115 Kilometer in Richtung Süden (2 - 2,5 Stunden) mit dem Auto oder Bus bis Hamata. Beste Reisezeit ist das Frühjahr mit angenehmen Temperaturen. Im Sommer ist es mehr als heiß. Herbst und Winter sind eher lauwarm bis warm, allerdings weht dann oft ein starker und kalter Wind. Es gab ein schönes Hausriff, das über einen Steg leicht erreichbar war. Hier absolvierten wir auch die meisten Tauchgänge, weil es recht viel zu sehen gab. Es wurden auch Tagesausfahrten zum Tauchen und Schnorcheln angeboten.


05.2003 Karibik/Republik Kuba/Isla de la Juventud (Insel der Jugend, auch Schatzinsel oder Treasure Island), Hotel Colony 

Nachdem wir bereits im Jahr 2000 die Republik Kuba besuchten, starteten wir nun auf die Kuba vorgelagerte Insel Juventud, der größten Nebeninsel Kubas und die sechstgrößte Insel in der Karibik. Hier wollten wir am zeitgrößten Korallenriff der Erde, dem Canarreos-Riff, das sich durch riesige Korallen- und Gorgonienformationen auszeichnet, tauchen. Am späten Nachmittag landeten wir auf dem internationalen Flughafen "Jose Marti". In Havanna fuhren am endlosen Malecon entlang (Ufermauer aus Stein) zu unserem Zwischenübernachtungshotel. Am nächsten Tag dann vom nationalen Flugplatz in Havanna mit dem Flugzeug weiter auf die Insel. Die Hotelanlage Colony liegt südwestlich, ca. 50 km vom nationalen Flughafen "Nueva Gerona" entfernt. Zur Hotelanlage gehört ein naturbelassener Sandstrand und eine der größten Tauchbasen der Karibik mit einer eigenen Hafenanlage (Marina).

Das Tauchen fand als Ganztagesausfahrt statt. Jeden Morgen wurden wir mit einem Minibus zu den Tauchbooten gefahren. In den Tauchgebieten werden ca. 50 Tauchplätze angeboten. Morgens wurde ein Tieftauchgang (bis 40m) durchgeführt und am Nachmittag ein flacher Tauchgang bis ca. 15 m Tiefe. Danach ging zurück ins Hotel. Wir tauchten hier mit sehr freundlichen, unkomplizierten und kompetenten Diveguides, die teilweise als Kampftaucher bei der kubanischen Marine ausgebildet wurden. Bei einem dieser Tauchgänge versagte mein Atemregler trotz vorheriger Revision in ca. 45 m Tiefe. Meine Frau, immer an meiner Seite, konnte mir aber mit Luft aushelfen, später übernahm dann ein Diveguide meine weitere Luftversorgung, sodass wir den Tauchgang im Flachwasserbereich fortführen konnten. Insgesamt haben wir hier teilweise sehr spannende Tauchgänge durchgeführt. Die Unterwasserwelt ist an vielen Stellen sehr zeklüftet und bietet schön bewachsene Steilwände, Überhänge, Grotten und Steilabfälle bis 400 m Tiefe. 


03.2003 Kanaren/La Palma (Wandern) Selbst organisierte Wandertouren über die "Güne Insel"

Die kanarische Insel La Palma, die auch "La Isla Verde", die Grüne, oder auch "La Isla Bonita", die Schöne, genannt wird, war Ziel unserer Wanderreise. Mit seinen stark zergliederten Landschaften bietet die Insel vielfältige Vegetationsstufen und Naturräume in unterschiedlichen Klimazonen. Lorbeerwälder, Nebel- und Bergpinienwälder im Landesinneren wechseln sich ab mit trockenen Zonen an der Küste. Sehr spannend waren Wanderungen durch die Vulkanlandschaft und die eindrucksvolle Wanderung durch die "Caldera de Taburiente", eine durch Vulkanismus und Erosion entstandene riesige Senke. Die unzähligen Schluchten mit fast 1.000 m hohen, senkrecht aufragenden Felswänden, bewachsen mit üppig wuchernder Vegetation, hatten ihren ganz besonderen Eindruck bei uns hinterlassen.


10.2002 Nepal/Kathmandu intensiv, 18-Tage Annapurna Trekkingtour in eine der schönsten Gebirgsregionen der Welt

Nepal ist das Traumland für jeden Trekker. Nach einem mehrtägigen intensiven Besichtigungsprogramm in Kathmandu, der Hauptstadt Nepal´s und größte Stadt des Landes sowie kulturelles und politisches Zentrum, unternahmen wir erste Wanderungen. Wir besuchten die beiden bedeutensten Heiligtümern im Kathmandu Tal: Pashupatinath und Bodhnath. Die Bodhnath Stupa ist mit seinem 40 Metern der größte Sakralbau dieser Art im gesamten Tal und ein großer Anziehungspunkt zahlreicher buddhistischer Pilger. Der Pashupati Tempel im Nordosten Kathmandus zählt hingegen zu den bedeutendsten hinduistischen Heiligtümern und ist mit seinen sogenannten Ghats, den Badeanlagen am Ufer der Bagmati, an denen auch Leichen verbrannt werden. Bevor wir Kathmandu verließen, besuchten wir noch die legendäre Swayambunath Stupa und den Dubar Square.

Nach einer 200 km langen Busfahrt war unser nächstes Ziel Pokhara, dem Startpunkt unseres Annapurna Trekkings. Bei klarem Wetter war die Sicht auf die Himalaya-Kette im Norden frei. Das Tal von Pokhara gilt als eines der schönsten Nepals. Die Lage direkt am Phewa-See und zu Füßen des mächtigen Himalaya-Hauptkamms sowie ein fast subtropisches Klima machen den Ort so malerisch.

Beginn des Annapurna Trekkings, allein mit meiner Frau und zwei Sherpas, die den Weg gut kannten und unser Gepäck trugen. Am Fuße der südlichen Annapurna wanderten wir zu den spektakulärsten Aussichtspunkten, den Blick immer auf die bis über 8.000 m hoch aufragenden Eisriesen. Wir übernachteten in einfachen Lodges. Die Tour begann bei Suikhet (ca. 950 m) mit einem recht steilen Aufstieg über ca. 400 Höhenmeter bis Dhamphus, das auf einem Gebirgsgrat (1.580 m) liegt. Bei gutem Wetter hatten wir eine ausgezeichnete Sicht auf das Annapurna-Massiv und den heiligen Berg Macchapuchare. Ziel des Tages war Pothana (1.870 m). Am nächsten Tag ging es über die Hängebrücke von Berikarka nach Tolka (1.710 m) und weiter nach Landrung (1.550 m). Tagesziel war das Gurung-Dorf Ghandruk mit freien Blick auf den Macchapuchare, Hiunchuli und Annapurna-Süd. Dann Tagesetappe zum nächsten Zielort Tadapani. Am nächsten Tag weiter steil bergauf nach Deurali (3.030 m) bis zum Tagesziel Ghorepani. Das Ortszentrum befindet sich direkt auf dem Paß und bietet eine großartige Sicht auf Annapurna und Dhaulagiri. Noch in der Dunkelheit am nächsten Morgen Aufstieg zum Poon Hill (3.250 m), von dem sich uns bei Sonnenaufgang ein grandioser Blick auf die Bergwelt mit Hiunchuli (6.441 m), Annapurna (8.091 m), Nilgiri (6.940 m) und Dhaulagiri (8.167 m) bot. Nach einem kräftigen Frühstück wanderten wir weiter nach Nangethanti (2.450 m) und zum Ort Banthanti. Über Ulleri erreichten (2.073 m) wir unser Tagesziel Thirkedunga, das auf 1.640 m liegt. Ein steiler Treppenabstieg führt hier über ca. 500 Höhenmeter hinunter. Von Thirkedunga brachen wir am nächsten Tag auf, weiter hinab in das durch seine Wasserfälle sehr romantische Tal des Bhurungdi Khola bis Birethanti (1.050 m). Hier ging es mit einem Fahrzeug weiter bis nach Naudanda und von dort zu Fuß weiter nach Sarankot (1.680 m), das hoch oben auf einem Berg liegt und wo wir die letzte Übernachtung dieser Trekkingtour hatten. Von hier oben bot sich noch einmal eine wunderbare Sicht auf das nördlich liegende Annapurna Massiv und hinunter in das Tal von Pokhara und auf den Phewa See.
Am nächten Tag Abstieg zum Phewa See und anschließende Überquerung mit einem Ruderboot zurück nach Pokhara. Nach einem weiteren Tag in Pokhara Rückreise nach Kathmandu.
Von hier aus starteten wir am nächsten Tag unser weiteres Programm in Nagarkot. Zwischendurch ein Stopp in Baktapur. Ab Nagarkot machten wir uns auf den Weg nach Dhulikhel, einem wichtigen touristischen Zentrum Nepals. Von hier aus konnten wir auf das Zentralmassiv des Himalaya und den Mount Everest blicken. Nach insgesamt 22 Tagen in Nepal traten wir, sehr beeindruckt von den Menschen in Nepal und der durchwanderten Natur, unsere Rückreise nach Deutschland an.


05.2002 Malediven/Nord-Male Atoll, Insel Meerufenfushi

Im Mai flogen wir erneut auf die Malediven. Reiseziel war die Insel Meerufenfushi, die kurz Meeru genannt wird. Die etwa 1,2 km lange und 450 m breite Insel liegt im Nord-Male-Atoll, ca. 40 km nördlich der Hauptstadt Male entfernt. 1978 als Touristeninsel eröffnet ist sie eine der ältesten Hotelinseln der Malediven. Ein direkter Einstieg vom Strand ins Meer ist nicht möglich. Durch das große, vorgelagerte Riff der Insel kann man das Haussriff  nur mit dem Boot erreichten. Theoretisch wurden ca. 30 bis 35 verschiedene Tauchplätze angeboten, z.B. Kuda Kandu, Mijaru Faru, Prisca Corner, Palm Reef, Colosseum, HP-Reef, Domo Giri, Adhoo Rock, Maldive Victory Wrack sowie den Manta Platz Fairy Tale. Einige dieser Tauchplätze kannten wir bereits von unserem Besuch auf Ihuru im Jahr 1998.


04.2002 Ägypten/Rotes Meer, El Qusier (Mangrove Bay)

Das Mangrove Bay Resort liegt ca. 30 km südlich von El Qusier an der Strasse nach Marsa Alam. Am schnellsten ist Mangrove Bay über den Flughafen Marsa Alam zu erreichen (ca. 35 km entfernt, Fahrzeit ca. 40 Minuten). Am Hotel angeschlossen, direkt in Strandnähe, gibt es die Tauchbasis Ducks-Divers. Wir haben hier eine Woche am Hausriff getaucht. Das Riff ist über einen Steg erreichbar. Tauchausrüstung und Flaschen wurden uns bis an den Steg gebracht. Weiter entfernte Plätze am Hausriff wurden mit einem Zodiak angefahren. Man konnte dann bequem bis zum Steg zurücktauchen oder sich vom Boot aufsammeln lassen.


05.2001 Malediven/Lhaviyani-Atoll, Insel Kuredu

Für eine Hamburger Tauchschule führte ich im Mai als Reisebegleiter und Tauchlehrer eine Gruppe von Tauchern nach Kuredu. Die Insel, die ich von meinen Reisen in den Jahren 1985 und 1986 bereits kannte, hatte sich stark verändert. Mittlerweile gab es 280 Bungalows, einen Pool, mehrere Restaurants und einen Fussballplatz auf dem Eiland. Wir blieben allerdings nur eine Woche. Unser eigentliches Ziel war eine einwöchige Tauchkreuzfahrt durch verschiedene maledivische Atolle, die hier auf Kuredu ihren Anfang nahm und im Hafen von Male endete. Viel zu schnell ging die Zeit auf dem zwar engen aber trotzdem gemütlichen Schiff zu. Die Tauchsafari war für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis, zumal auch Plätze angefahren wurden, die mit den Inselbooten nicht erreicht werden können. 


12.2000 Karibik/ Insel Bonaire

Nach unseren vorangegangenen Besuchen auf Bonaire in den Jahren 1995 und 1996 folgten wir nun erneut dem Lockruf in die Karibik. Die Insel bot uns die meisten der bereits bekannten Tauchplätze erneut an. Leider waren durch einen Hurrican-Ausläufer, der Bonaire heimgesucht hatte, bekannte Tauchplätze im Nordwesten der Insel zerstört worden. Die Plätze waren teilweise nicht mehr von Land erreichbar oder die Korallenriffe waren von der Wucht der Brandung zerschlagen worden. Trotz dieses Verlustes war das Tauchen auf Bonaire sehr angenehm und durch die Möglichkeit, die Plätze von Land zu erreichen, konnten wir uns die Zeit einteilen wie es uns gefiel.


06.2000 Republik Malta/ Gozo

Nur ca. 3 Flugstunden von Deutschland entfernt liegt das Archipel Malta unterhalb des italienischen Stiefels im Mittelmeer. Gozo, die kleine Schwesterinsel Maltas liegt etwa sechs Kilometer nordwestlich der Hauptinsel und bietet Tauchplätze mit guten Sichtweiten. Die meisten Plätze sind bequem mit dem Auto und von Land aus erreichbar. Eingemietet hatten uns wir uns in einem Apartment in Marsalforn, einem Dorf an der Nordküste Gozos. Die schönsten Tauchplätze waren bei unserem Besuch der Inland Sea, von dem man durch einen langen Tunnel bis in das offene Meer taucht, das Blue Hole, das fotogene Azure Window, Coral Cave, Crocodile Rock und Fungus Rock. Es gibt noch einige Plätze mehr. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, alle Plätze zu betauchen. Unser Highlight war ein Tauchgang am Wrack der 1999 für Taucher versenkten Autofähre “Xlendi”. Die Fähre rutschte bei der Versenkung nicht geplant auf über 40 m Tiefe ab und landete kieloben, sodass ein Betauchen in dieser Tiefe nicht ganz ungefährlich ist. Die Aufbauten der Fähre wurden beim Aufprall auf Grund durch das Gewicht der Fähre zerdrückt oder stecken unerreichbar im Sandboden. Nach dem Auftauchen aus der Tiefe war dann unser Boot, mit dem wir gekommen waren, nicht mehr an seinem Platz. Bei etwas rauer See und Bootsbewegung hatte sich der Anker durch ein zu kurz ausgelegtes Ankerseil Stück für Stück in tieferes Gewässer gehoben und schwamm dann frei. Wie der Tauchguide das bereits weit abgetriebene Boot wiedererlangte ist eine ganz andere Geschichte. Nicht unerwäht soll hier bleiben, dass auch auf Gozo, wie an vielen anderen Orten, wo ein Auto zum Tauchen eingesetzt wird (z. B. Bonaire oder Curacao), Einbruchdiebstähle nicht auszuschließen sind. So wurde unser Tauchbus während eines Tauchganges aufgebrochen. Geld und persönliche Wertgegenstände vielen den Dieben zum Opfer.


01.2000 Karibik/Republik Kuba/Cienfuego, Faro de Luna

m Januar brachen wir nach Kuba auf. Der Inselstaat grenzt im Nordwesten bzw. Norden an den Golf von Mexiko bzw. an den Atlantischen Ozean und im Süden an das Karibische Meer. Unser Reiseziel und Tauchdestination war das Hotel Faro de Luna in einer kleiner Bucht an der Südküste Kubas (Karibikseite). Nach einer abenteuerlichen Fahrt vom Flughafen Varadero mit einem Taxi in der voranschreitenden Dunkelheit über die "Autobahn" der Insel, erreichten wir nach ca. 3 Stunden das Hotel. Die kleine Hotelanlage Faro de Luna liegt ca. 20 km von der Provinzhauptstadt Cienfuegos entfernt, direkt am Meer neben einem Sandstrand. Faro de Luna ist ein guter Ort für begeisterte Taucher. Bereits an der Wassroberfläche konnten wir den weit ausladenden Korallenbewuchs erkennen, der bis in 20 m Tiefe hinzieht und dann in einem Steilabfall übegeht, der über mehrere hundert Meter abfällt. Ein spannendes Tauchrevier voller Höhlen und vielen Canyons, die an fast allen Tauchplätzen vorzufinden waren. Unser Highlight war ein Nachttauchgang am Wrack der „Camaro Nero II“. Das schön bewachsene Wrack wurde Ende der Siebziger für den Tauchtourismus versenk und steht in ca. 18 Metern Tiefe auf seinem Kiel. Schöne Tauchplätze waren „El Labirinto“, ein Irrgarten aus zu betauchenden Durchbrüchen, Canyons, Tunneln und Überhängen, sowie „La Cueva“, die Höhle eines scheinbar ins Unendliche führenden Drop-Offs in 32 Metern Tiefe. In der Höhle sind Krabben, Langusten, Schwämme und Krustenanemonen zu finden. Wir hatten während unseres Besuchs einen ausgesprochen sympathischen und kompetenten Tauchguide an unserer Seite, der uns sicher durch die verwirrenden und teilweise engen Passagen der mächtigen Korallenirrgärten führte. Das Tauchgebiet ist für Tauchbeginner aufgrund seiner Tauchanforderungen nicht unbedingt geeignet.


09.1999 Griechenland/ Zakynthos/Limni Keriou (Tauchbasis Nero-Sport)

Weil unsere erste Tauchreise im Mai recht schön war, machten wir uns erneut auf den Weg nach Limni Keriou. Peter Mohrs Tauchbasis hatte bei uns einen recht guten Eindruck hinterlassen. Die Bucht vor der Ortschaft eignete sich besonders für Tauchausbildungen, sodass wir noch eine Bekannte mitnahmen, die an einem von mir dort durchgeführten Spezialkurs teilnahm. Den Rest der Zeit nutzen wir um die Tauchplätze zu besuchen, die wir bei unserem ersten Besuch nicht gesehen hatten.


05.1999 Griechenland/ Insel Zakynthos, Limni Keriou (Tauchbasis Nero-Sport)

Aufmerksam geworden von einer Anzeige in einer Unterwasserzeitschrift flogen meine Frau und ich im Mai nach Griechenland um auf der Insel Zakynthos zu tauchen. Zakynthos ist die drittgrößte und südlichste der größeren Ionischen Inseln. In der direkt am Mittelmeer gelegenen Ortschschaft Limni Keriou mieteten wir uns in der Tauchbasis Nero-Sport, geführt von Peter Mohr, ein. Das Tauchen bei Peter war recht entspannt. Allerdings wurde am Abend auch gerne mit Ouzo nachgespült, was manchmal zu Verspätungen im morgendlichen Tauchbetrieb des nächsten Tages führte. Die ca. 20 Tauchplätze rund um die Bucht wurden mit einem Boot angefahren. Die Anfahrten dauerten nur etwa 10 bis 30 Minuten, sodass wir in Ruhe ein Mittagessen in einer der vielen Restaurants an der Hauptstrasse von Limni Keriou einnehmen konnten, bevor wir erneut zum Nachmittagstauchgang hinausfuhren. An der Südwest-Küste von Zakynthos lassen sich vor allem Höhlen, Grotten, tiefe Spalten und auch Steilabfälle betauchen. Dabei lassen sich machmal die sehr scheuen Zackenbarsche, Muränen, Tintenfische, Langusten, Bärenkrebse, Garnelen und mit etwas Glück auch Rochen beobachten. Wer Interesse an Grotten- und Höhlen hat, ist in Zakynthos gut aufgehoben. Die Eingänge der Grotten sind oft bunt bewachsen. Wir besuchten die Tauchplätze Torbogen, Flintenlauf, Schwefelhöhle, Paternosterhöhle, Ostriff und andere.


12.1998 Malediven/ Nord-Male Atoll, Insel Ihuru

Die Insel Ihuru gehört sicher zu den Trauminseln dieser Welt. Fast kreisrund und nur ca. 200 Meter im Durchmesser liegt sie am südlichen Rand des Nord Male Atolls, nur 17 km von der Hauptstadt Male und Flughafen Hulule entfernt. Die ganze Insel ist von einem weißen Sandstrand umgeben. Ihuru wird seit 1978 als Touristen Resort genutzt und ist besonders bei Tauchern beliebt, da viele Tauchplätze in der Nähe liegen. Das Hausriff kann leicht über 5 verschiedene Einstiege erreicht werden. Unser Highlight auf Ihuru war ein Tauchgang an dem am 13. Februar 1981 neben der Flughafeninsel Hulule gesunkenen Frachtschiff Maldive Victory, das auf dem Kiel stehend, in 35 m Tiefe liegt. Das völlig intakte 110 m lange Schiff ist schön bewachsen und beherbergt etliche Fischschwärme. Man kann die großen Frachträume, die nach oben offen sind durchtauchen. Da es nicht ganz ungefährlich ist das Wrack zu betauchen (Tiefe, oft starke Strömung, scharfkantiges Metall), sollten hier nur erfahrene Taucher hinabsteigen. Weitere von Ihuru erreichbare Tauchplätze sind z.B. Banana Reef, Colosseum, Helengeli Tila, Hembadhoo Wrack, Kanifinolhu Corner, Kuda Tila, Lions Head, Madiga, Maagari, Old Sharkpoint im Vaadhoo Kanal.


09.1998 Ägypten/Rotes Meer, Dahab (Inmo Divers)

Im September flogen wir erneut nach Ägypten, direkt an den Golf von Aqaba. Hier liegt das "Inmo Dahab" ein Taucherhotel am Meer und gleichzeitig nahe dem Ortskern von Dahab.
Das Inmo wurde 1989 im nubischen Baustil mit Kuppeldächern und Gewölben von Ingrid und Mohamed el Kabany erbaut. Inmo Divers bieten hauptsächlich Tagestouren mit dem Jeep in die nähere Umgebeung von Dahab an. Dabei kann man einen Mix aus Wüste und Unterwasserwelt erfahren. Schwer zugängliche Stellen, die nicht mit dem Auto oder Jeep erreichbar sind, kann man mit einer Kamel-Tauchsafari verbinden. Die Touren führen zu den fast unberührten Tauchplätzen im Nationalpark Gabr el Bint (Tagestour) oder Ras Abu Galloom (1-3 Tage).


05.1998 Türkei/ Kas

Im Mai 1995 führte ich eine kleine Gruppe von Tauchern nach Kas, einem kleinen Ort am Mittelmeer, etwa 180 km südwestlich von Antalya. Etwa 30 Tauchspots befinden sich in und vor der Bucht von Kas und werden größtenteils mit Booten angefahren. In Tiefen zwischen 20 und 40 Metern befinden sich einige Wracks. Darunter das C-47 Dakota Wrack eines ehemaligen Transportflugzeug und das Wrack eines verunglückten griechischen Baumwollfrachters. Von den historischen Wracks der Antike sind überwiegend nur noch Amphoren erhalten geblieben, die man auf keinen Fall bergen sollte (steht unter strenger Strafe).


02.1997 Honduras/Bay Islands, Guanaja und Roatan

Guanaja ist eine Insel der "Islas de la Bahía" in der Karibik. Sie liegt etwa 100 km vor der Küste von Honduras, westlich liegt die Nachbarinsel Roatán. Auf der ganzen Insel gabes keine Straßen, der Verkehr warde daher mit Booten abgewickelt. 1997 gab es eine große Korallenvielfalt rund um Guanaja. Das kristallklare warme Wasser und spektakuläre, farbig bewachsene Steilwände, kleine Canyons und Höhlen ergänzen das Taucherlebnis. Wir konnten große Barsche, Muränen, Schildkröten und Rochen während unserer Tauchgänge beobachten.
Nach unserem Besuch auf Guanaja flogen wir weiter auf die Nachbarinsel Roatán, die etwa 65 km nördlich vor der Küste von Honduras liegt. Roatán ist mit 125 km² Fläche die größte der Islas de la Bahía ihre Länge beträgt 60 km und ihre Breite 8 km. Auf der Insel gibt es vereinzelt Sandstrände, rund um die Insel liegen betauchbare Korallenriffe. Hier konnten wir einige spektakuläre Tauchgänge an den Steilwänden und den tiefen, höhlenartigen Einschnitten der Korallenriffe unternehmen.


02.1996 Niederländische Antillen, Insel Bonaire

Weil Bonaire zu den fünf beliebtesten Tauchzielen der Erde gehört und wir 1996 recht begeistert von den taucherischen Möglichkeiten auf diesem recht kargen Eiland mit seinem guten Klima waren, besuchten wir Bonaire ein zweites Mal. Zu sehen gab es diesmal Meeresschildkröten, Papageien- und Kaiserfische, Muränen, Nacktschnecken, Seepferdchen und Tauchgänge am Wrack der Hilma Hooker bei Sonnenaufgang.
Bonaire ist aber auch über Wasser für jeden Naturliebhaber interessant, vor allem für Vogelfreunde. Im Norden gibt es einen geschützten Naturpark, im Süden der Insel stolzieren Flamingos durch die künstlichen Salzpfannen. Die Strände bestehen meist aus Kieselsteinen, Muschel und Korallenteilchen. Die Hauptstadt Kralendijk mit ihren bunten Hollandhäusern, einer schön angelegten Wasserpromenade und einem kleinem Früchte- und Gemüsemarkt bietet Gelegenheiten zum Einkaufen, Verweilen und Bummeln.


02.1995 Niederländische Antillen, Insel Bonaire

Um der etwas tristen Jahreszeit in Deutschland zu entkommen, war unser nächstes Tauchreiseziel die Insel Bonaire. Die Insel ist geographisch Teil der Kleinen Antillen und liegt vor Venezuela im karibischen Becken. 1995 gehörte Bonaire zu den Niederländischen Antillen, den sog. ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curacao). Über 50 offiziell ausgewiesenen Tauchplätze waren bequem von Land aus zu betauchen. Hier gab es keine vorgeschriebenen Zeiten, keinen Guide, kein Rudeltauchen – jeder bestimmte selbst, wann, wo, wie lange und in welchem Tempo sein Tauchgang stattfand. Zu jedem Tauchplatz gab es örtliche Beschreibungen, Steinmarkierungen an der Straße mit der Nummer des Tauchplatzes und feste Bojen im Wasser. Die Riffe boten eine Vielzahl an Hart- und Weich-Korallen, die typischen karibischen Röhrenschwamme, aber auch riesige Schwämmen, die in die Breite gehen (Elefantenohren). Sehen konnte man verschiedene Schnapper, Muränen, Engelsfische, Zackenbarsche, Stachelrochen, Schildkröten, Skorpionsfische, Schollen, Trompetenfische, Tarpone am Wrack der Hilma Hooker (im Süden), Barakudas. Delphine und Haie konnten wir bei unserm Besuch nicht beaobachten.


02.1994 Malediven/Ari Atoll, Insel Maayafushi

Im Februar starteten wir zu einer weiteren Tauchreise auf die Malediven. Ziel war die etwas langgezogene Insel Maayafushi (ca. 350 x 200 Meter) im Nord-Ari Atoll, ca. 70 km von Male entfernt. Maayafushi wurde 1983 als Resort eröffnet und wurde vor allem durch den damaligen Tauchlehrer und UW-Fotografen Herwarth Voigtmann bekannt, den wir auch persönlich kennen lernen konnten. Herwarth vollführte hier seine bekannten Haifütterungen, von denen er sich später im Fernsehen distanzierte. Auch wurden wir Zeuge einer groß angelegten Rochenfütterung, bei der Herwarths Tochter, die ihn unterstüztze, nicht ohne erhebliche Blessuren davonkam. Die bekanntesten Tauchplätze sind z.B. Maaya-Tila, Fish-Head, Mantaplace, Halaveli Wrack, Kandholhudhoo Thila, Kuda Thin Thila, Medu Thin Thila, Bodu Thin Thila, Bathala Magu Faru, Bathala Thila, Taffa Faru, Kari Beiru Thila, Thuroka Thila, Beiru Madivaru, Ukulhas Thila, Maga Thila, Ellaidhoo Wall, Ellaidhoo Thila, Medhu Faru, Kuda Faru, Kuda Faru Thila, Kuda Falhu, Zauberwrack, Degu Thila, Himandhoo Thila, Malhos Thila.


03.1993 Malediven/Ari Atoll, Insel Angaga

Nach unserem Albtraum-Urlaub auf Sansibar brauchten wir unbedingt ein Erfolgserlebnis. Deshalb ging es in diesem Urlaub erneut in die Republik der Malediven. Die Insel Angaga wurde 1989 für den Tourismus eröffnet und liegt im Süden des Ari-Atolls, etwa 100 km von Male entfernt. Angaga ist mit ca. 150 x 350 Metern eine kleine Malediven-Insel und ist von einem feinen, sehr schönen Sandstrand umgeben. Die Insel ist bestens geeignet für einen Tauch- und Schnorchelurlaub, oder einfach zum Entspannen. Das Hausriff konnte über 3 Einstiege erreicht werden. In der Nähe von Angaga finden sich bekannte Tauchgründe, wie z.B. Kuda Rah Tila, Shameem Tila (Shark Point) oder Madivaru (Mantapoint).


12.1990 Afrika/Tansania/Insel Sansibar

Ein Urlaub im Dezember auf der Insel Sansibar (die eigentlich Unguja heißt), die vor der ostafrikanischen Küste liegt und zum Unionsstaat Tansania in Ostafrika gehört, entwickelte sich leider zu einer Stresstour. Bereits bei Ankunft am Zanzibar Airport war unsere Reisetasche mit Kleidern und Medikamenten nicht aus Deutschland mitgekommen. Die Tasche kam erst zum Ende des Urlaubs im Resort bei uns an. Beim Gepäcktransport war diese zerstört und mit Klebeband notdürftig geflickt worden. Sämtliche Kleidungsstücke waren ölverschmiert und völlig unbrauchbar. Wegen der Weihnachtszeit waren alle Flüge ausgebucht. Eine Möglichkeit, die Rückreise anzutreten, gab es nicht. So besorgten wir uns Kleider vom heimischen Markt und liefen in tansanischer Kleidung herum. Andere Urlauber halfen uns mit T-Shirts und den nötigsten Toilettenartikeln aus. Das Tauchgepäck war aber angekommen, sodass wir Tauchen konnten. Auch hier erlitten wir eine ziemliche Pleite. Auf der Nord-Ost Seite von Sansibar, zum offenen Meer hin, machen sich Ebbe und Flut stark bemerkbar (vergleichbar mit der Nordsee). Davon wußten wir. Die Gezeitenströme waren aber so heftig, dass entlang des Saumriffs kaum Sicht vorhanden war. Nach ein paar Tauchgängen gaben wir frustriert auf. Sansibar ist aber eine schöne Insel, auf der man viel unternehmen kann. Jeep Touren mit Besuchen bei Einheimischen, eine Gewürztour, Dschungeltour und Besichtigung der Hauptstadt Sansibar-Stadt mit seinen alten Bauwerken, dem alten Fort und den Jahrhunderte alten Holztüren ließen uns die Umstände etwas vergessen machen.


10.1990 Malediven/Ari-Atoll, Insel Ellaidhoo

Unsere Urlaubsreise auf die Insel Ellaidhoo, die im Osten des Ari-Atolls liegt, war ein ganz besonderer Meilenstein für mich und meine Frau. Hier lernte meine Frau bei dem heute legendären Tauchlehrer Axel Horn tauchen (Axel Horn betreibt heute die Tauchbasis Diverland GAN auf der maldivischen Insel Gan, Stand 2014). Nach bestandener Prüfung, ausgestattet mit dem tauchtheoretischen Wissen und bereits guten praktischen Tauchfertigkeiten starteten wir nun gemeinsam in unsere nachfolgenden Tauchabenteuer. Nach wie vor waren die wohl besten Tauchplätze das Hausriff, Fish-Head, Hafsa-Thila, Maaya-Thila, Bathala Maaga Kan Thila, Kari Beyru-Thila, Dhigu-Thila, Kuda-Thila, Medu-Thila, Malhos-Thila hier um nur einige von von 40 Tauchplätzen zu nennen, die wir auf späteren Reisen teilweise noch kennen lernen sollten.


12.1989 Thailand/Inseln Phuket, Similan Islands und Kho Pipi Island

Im Dezember brachen wir nach Thailand auf. Unser Ziel war die Insel Phuket, gelegen in der Andamanensee im Süden von Thailand. Mit einer Länge von etwa 50 km und einer Breite von etwa 22 km ist sie Thailands größte Insel. Auch 1989 war Phuket schon so etwas wie eine Touristenhochburg. Wir mieteten uns am gut besuchten Patong Beach einen Wrangler-Jeep und suchten uns ein zentral gelegenes, aber ruhiges Hotel. Von hier aus unternahmen wir jeden Tag Jeeptouren über die Insel, hielten an, wo es uns gefiel oder lagen in der Sonne in einer kleinen Bucht, die nur mit dem Auto erreichbar war. Hier war es herrlich ruhig, nur heißer Sand, Wellenrauschen und etwas Wind. Versorgt wurden wir von einer einheimischen Familie, die am Strand einen kleinen Imbissbetrieb hatte. Das Tauchen war damals auch auf Phuket schon recht gut organisiert. Einfach bei einem Dive-Shop anmelden und schon ging es mit Tagesbooten hinaus zu den Phuket vorgelagerten Riffen. Ein Tagesausflug mit gebuchten Tauchängen auf den Similan Inseln war obligatorisch. Die Similan Inseln sind ein Nationalpark in der Provinz Phangnga. Die unbewohnten Inseln bilden zusammen mit zwei weiteren Inseln den Nationalpark "Mu Ko Similan". Der Park umfasst 9 Inseln. Der Name "Similan" bedeutet "neun Inseln" in der Sprache der Malai-Ureinwohner. Das Meer rund um die Similan-Inseln gilt auch heute noch zum Schnorcheln wie zum Tauchen als eines der schönsten Reviere weltweit. Es ging etwas hektisch zur Sache, weil einige Japaner mit in meine Gruppe waren, die es traditionell im Urlaub oft etwas eilig haben (weniger Urlaubstage, Time is money). Einige Tage später fuhren wir von Phuket mit dem Schiff rüber nach Koh Phi Phi Island, wo wir zwei Tage blieben. Damals gab es hier bereits mehr als 15 verschiedene Tauchplätze, darunter etliche Höhlen, Durchgänge und Steilwände sowie Hart- und Weichkorallen aller Art. Natürlich begegneten mir auch die obligatorische gebänderten Seeschlangen und einige Weißspitzenriffhaie.


12.1988 Amerika/New York, Las Vegas und Venezuela/Insel Isla de Margarita

Isla de Margarita ist eine karibische Insel, die zum Staatsgebiet Venezuelas gehört. Sie ist Teil der Kleinen Antillen und bildet den Hauptteil des Bundesstaates Nueva Esparta. Über New York kommend, verbrachten wir ein paar Tage Tage in Las Vegas. Außer der Stadt selbst, die von der bunten Reklame der sich hoch auftürmenden Hotelburgen in der Dunkelheit aus sich heraus leuchtet, waren der Hoover-Staudamm und natürlich der weiter nördlich liegende Grand Canyon unsere Reiseattraktionen. Der Staudamm wird auch genutzt, um die gigantischen Mengen an Strom zu erzeugen, die von den Lichtreklamen in Las Vegas verschlungen werden. WIr hatten uns einen schwedischen Piloten mit einem Sportflugzeug gemietet und konnten so die ganze Vielfalt der Stadt, der Wüste von Nevada, den Hoover-Damm und Teile des Grand Canyon, einer 450 km langen Schlucht, die vom Colorado River gegraben wurde, in einem großen Rundflug über das Colorado-Plateau erfassen. Nach dem Aufenthalt in Las Vegas flogen wir weiter auf die Isla de Margarita. Ich hatte Gelegenheit, in der Nähe der Hauptstadt Porlamar bei "Deportes Nauticos" Tauchgänge am Roten Felsen von Margarita und Los Freiles zu unternehmen.


12.1987 Rotes Meer/ Sinaihalbinsel, Naama Bay/Sharm El-Sheikh

Mein erster Urlaub in Ägypten und auf der Sinai-Halbinsel. Im Sinai steht die Wiege des Tauchsports im Roten Meer. Von hier aus startete die friedliche Eroberung der faszinierenden Riffe, Steilwände und Wracks. 1987 bestand Sharm El-Sheikh aus nur einer staubigen Teerstraße und einigen Hütten mit Blechdächern. Tauchgänge fanden damals wie heute als Tagestouren statt oder aber am Hausriff in der Naama Bay. Die Boote waren damals nicht besonders komfortabel, meistens umgebaute Fischerboote, die keinen Schutz vor dem sehr kalten Wind im Winterhalbjahr boten, weil es keine Kabine(n) gab. Nach zwei Tauchgängen und einer anschließenden Rückfahrt, die es oft wegen des Seeganges in sich hatte, waren die Kräfte erlahmt und jeder Teilnehmer war froh, wenn er nach dem Abendessen im Hotel sein Bett ansteuern konnte. Wegen der vorangegangen Konflikte mit Israel konnte man den legänderen Tauchplatz Ras Mohammed 1987 nicht mit dem Boot erreichen. Wir fuhren mit dem Jeep durch die Wüste, vorbei an Schützengräben und mit Fahnen abgesteckten verminten Gebieten. Dann kam irgendwann die von der ägyptischen Armee schwer bewachte Zone und man mußte seinen Reisepass vorzeigen.


12.1986 Malediven/Lhaviyani-Atoll, Insel Kuredu

Rückkehr nach Kuredu, um meine erworbenen Tauchkenntnisse aufzufrischen. Im Reisegepäck hatte ich damals bereits einen eigenen Dräger Lungenautomaten ein Scubapro Masterjacket und einen etwas zu kleinen Tauchanzug (Long John mit Jacke), der ziemlich zwischen den Beinen klemmte. Da es noch keinen Tauchcomputer in Serienfertigung gab (der ALADIN wurde gerade entwickelt), fand das Tauchen weiter mit der PADI- oder US-Navy Austauchtabelle statt. Die Rückfahrt nach Male mit einem Segel-Dohni fand wegen des Monsunwechsels bei sehr schwerem Wetter statt, sodass ich einerseits um mein Leben fürchtete und andererseits unentwegt die Fische füttern musste.


12.1985 Malediven/Lhaviyani-Atoll, Insel Kuredu

Mein erster Urlaub auf den Malediven. Die langgestrekte Insel (ca. 3 km) liegt im Norden des Lhaviyani-Atolls und war 1985, als der Tourismus auf den Malediven noch in den Anfängen lag, von der Hauptinsel Male nur mit einem Segel-Dohni zu erreichen. Eine beschwerliche und zermürbende Überfahrt, die über 15 Stunden in Anspruch nahm und noch ein wirkliches Abenteuer war. Auf Kuredu gab es 1985 nur acht einfache "Bungalows", Sandboden, eine 50 cm hoch gemauerte Korallenwand, Wände und Decken aus geflochtenen Palmmatten, ein Bett mit Moskitonetz, Ventilator, Toilette und Dusche. Strom gab es von 18:00 - 22:00 von einer schummerigen 60 Watt Glühlampe an der "Decke". Im großen Haupthaus traf man sich zum Essen und plaudern. Das Frühstück bestand aus Toast, Salzbutter und Marmelade. Mittags gab es Fisch und Reis, am Abend Reis und Fisch und zum Nachtisch Bananen. Auf Kuredu nahm ich erstmalig bei einem Schnuppertauchgang Kontakt mit der Unterwasserwelt auf und machte anschließend meine PADI Open Water Diver Tauchausbildung in Praxis und Theorie. Nach bestandener Prüfung gab es, das war damals auf Kuredu so üblich, zusammen mit anderen Tauchnovizen eine von der Basisleitung und Neptun ausgerichtete Tauchertaufe für uns, die nicht zuletzt zur Unterhaltung der anderen Taucher beitrug.